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THW Kiel THW Kiel feiert 39:19-Sieg über Minden
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19:09 26.05.2019
Von Merle Schaack
Domagoj Duvnjak (THW Kiel) im Bundesliga-Spiel gegen GWD Minden. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Weil die Rhein-Neckar Löwen in der ersten Partie des Tages bei den Füchsen Berlin mit 33:34 verloren hatten, stand der THW Kiel bereits vor Anpfiff seines 600. Pflichtspiels mit Alfred Gislason auf der Trainerbank als sicherer Champions-League-Teilnehmer für die kommende Saison fest. Offenbar beflügelt von dieser Aussicht feierte der THW Kiel am Sonntag gegen Minden seinen bisher höchsten Saisonsieg.

Die Champions League in Aussicht, den Triumph im EHF-Pokal am vergangenen Wochenende im Rücken, wurden die Zebras in der Sparkassen-Arena herzlich empfangen und zeigten den Gästen aus Nordrhein-Westfalen gleich, dass sie nicht vorhatten auf den letzten Metern in der Saison irgendetwas liegen zu lassen. Bereits nach 13 Minuten hatten die Zebras ihren Gegner beim Stand von 8:4 souverän distanziert, obwohl der Ex-Kieler Kim Sonne im GWD-Tor von Beginn an einige freie Bälle parierte. 

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Andreas Wolff als Rückhalt

Doch der Mindener Angriff, in dem mit Nationalspieler Marian Michalczik, Mats Korte und Max Staar drei Eigengewächse in der Start-Sieben standen, war mit der Kieler 3:2:1-Abwehr mit Domagoj Duvnjak an der Spitze völlig überfordert.

So war es für den THW Kiel kein Problem, dass Rechtsaußen Niclas Ekberg wegen Fußproblemen nur für die Siebenmeter aufs Feld kam und Rückraum-Shooter Nikola Bilyk wegen Rückenproblemen nicht im Kader stand. Für den nötigen Rückhalt sorgte Andreas Wolff im Tor mit starken elf Paraden schon im ersten Durchgang - am Ende sollten es 19 sein. 

Sonne hält viele Gegenstöße

Es war offensichtlich: Nachdem Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt in Sachen Tordifferenz bis auf einen Treffer an die Kieler herangerückt war, wollten die Zebras wieder vorlegen. Der einzige Mindener, der dieses Vorhaben immer wieder durchkreuzte, war Kim Sonne. In der ersten Halbzeit hielt der Däne, der zur kommenden Saison nach Chartres (Frankreich) wechselt, allein vier Tempo-Gegenstöße (zweimal Dahmke, je einmal Pekeler und Duvnjak). 

Ansonsten zeigte der THW Kiel sich flink und flexibel im Angriff, kam fast immer in der ersten oder zweiten Welle zum Abschluss und war von allen Positionen erfolgreich, während Minden auch gegen die 6:0-Abwehr der Kieler keine Lösungen fand. Mit einem komfortablen Vorsprung von 19:9 ging es für den THW Kiel in die Pause. 

Minden hat keine Chance

Gleiches Bild in der zweiten Halbzeit: THW-Spielmacher Miha Zarabec zauberte Anspiele an den Kreis auf Hendrik Pekeler und auf die Außen, Andreas Wolff nervte Savvas Savvas und Max Staar. Beim Stand von 26:10 (37.) schien Minden jegliche Gegenwehr eingestellt zu haben. 

Gäste-Trainer Frank Carstens versuchte mit der Einwechslung von Espen Christensen für den nun im Tor allein gelassenen Kim Sonne einen Impuls zu setzen (38.). Doch gegen die immer und immer wieder auf ihn zurollenden Gegenstöße hatte auch der Norweger keine Chance. Als Lukas Nilsson seinen siebten Hammer-Wurf im Netz hinter Christensen zum 29:10 (39.) platzierte, war der 10:1-Lauf der Kieler nach der Pause besiegelt.

Und es kam noch schlimmer für Minden. Wolff hielt einen Siebenmeter von Luka Zvizej, Rahmel und Pekeler erhöhten flink auf 31:10 (40.), ehe Christensen den ersten Wurf zu fassen bekam und Max Korte den THW-Lauf stoppen konnte. 

Letzte Auswärtsfahrt nach Lemgo

Am Ende leisteten sich auch die Kieler einige Unkonzentriertheiten im Angriff, den Kantersieg brachte das aber zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr. 

Ihre letzte Auswärts-Reise der Saison führt die Zebras am Mittwoch (Anpfiff 18.30 Uhr) zum TBV Lemgo Lippe, bevor sie am 9. Juni am letzten Spieltag die TSV Hannover-Burgdorf in der Sparkassen-Arena empfangen. 

Die Statistik

THW Kiel: Wolff (1.-60. Minute/19 Paraden), N. Landin n.e. – Duvnjak 3, Reinkind 2, M. Landin n.e., Firnhaber 2, Weinhold 3, Wiencek 1, Ekberg 3/3, Rahmel 4, Dahmke 7, Zarabec, Pekeler 5, Nilsson 9.

GWD Minden: Sonne (1.-40. Minute/7 Paraden), Christensen (bei einem 7m und ab 40./3) – Månsson 1, Savvas 1, Rambo 3, Korte 4, Padshyvalau, Strakeljahn, Pusica, Gullerud 3, Michalczik 2, Kister n.e., Staar 1, Cederholm 1, Gulliksen 2, Zvizej 1/1.

Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweiher) – Strafminuten: THW 2 (Wiencek), GWD 4 (Michalczik, Rambo) – Siebenmeter: THW 3/3, GWD 2/1 (Wolff pariert Zvizej)

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