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THW Kiel THW Kiel holt Big Points gegen Flensburg
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17:24 12.05.2019
Von Merle Schaack
Niclas Ekberg ballt seine Fäuste und schreit dabei laut. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

Den besseren Start ins 99. Nordderby erwischte der THW Kiel. Während Kapitän Domagoj Duvnjak und Niclas Ekberg die Zebras mit 4:1 (8.) in Front warfen, leistete die SG sich im Angriff einen nervösen Start, hatte zu diesem Zeitpunkt schon vier Fehlwürfe verbuchen müssen. 

Dann aber fand Flensburg ins Spiel. Holger Glandorf sorgte aus dem rechten Rückraum für viel Torgefahr und die Abwehrreihe ließ die Angriffsbemühungen der Kieler zusehends abprallen. Beim 5:5 (14.) durch Rechtsaußen Lasse Svan hatte die SG ausgeglichen. 

Großen Anteil an der torarmen Partie hatten beide Torhüter. SG-Keeper Benjamin Buric verzeichnete sechs, sein Pendant auf Kieler Seite, Niklas Landin, sieben Paraden in der ersten Hälfte.

Tobias Karlsson mit Rückenproblemen

Um das zwischenzeitlich statische Kieler Angriffsspiel zu beleben, brachte THW-Trainer Alfred Gislason nach gut einer Viertelstunde Miha Zarabec. Doch auch unter Regie des Slowenen fiel es den Kielern schwer, Löcher in die kompakte Flensburger Abwehr zu reißen. Das änderte sich auch nicht, als Kapitän und Abwehrchef Tobias Karlsson in der 18. Minute mit Rückenproblemen in die Kabine verschwand und Anders Zachariassen seinen Platz einnahm. 

Angeführt von den Rückraum-Schützen Glandorf, Rasmus Lauge und Göran Johannessen legte die SG vor – 9:8 führte sie nach 20 Minuten, während im THW-Angriff Steffen Weinhold Strafwurf um Strafwurf herausholte. Es blieb eng, kurz vor der Pause kochten die Emotionen hoch, als die Schiedsrichter Lars Geipel und Marcus Helbig Duvnjak einen technischen Fehler abpfiffen – was der Kroate so gar nicht nachvollziehen konnte. Fürs Meckern sah er zwei Minuten. In Überzahl konnte die SG Hendrik Pekelers 11:10 (28.)-Führung kurz vor dem Halbzeitpfiff durch einen Gottfridsson-Treffer ausgleichen. 

Nervenflattern auf beiden Seiten

Nach Wiederanpfiff steigerte sich die Intensität des Derbys weiter. Beide Mannschaften kämpften vor der brodelnden Kulisse in der Kieler Sparkassen-Arena um jeden Zentimeter. Und beide Mannschaften zeigten Nerven. Sowohl Wiencek als auch Pekeler vergaben einen Gegenstoß, auf der anderen Seite zitterte Magnus Jöndal die Hand. Nachdem der Linksaußen am Kieler Tor vorbei geworfen hatte, nutzte Pekeler nach Weinhold-Anspiel die Chance auf die erste Kieler Zwei-Tore-Führung nach langer Zeit (15:13, 40.). Niklas Landin (16 Paraden) verdiente sich mit zwei freien Paraden gegen Svan und Jöndal stehende Ovationen der „weißen Wand“. Zu diesem Zeitpunkt hatten die sonst so treffsicheren SG-Außen bereits achtmal verworfen. 

Der Zwei-Tore-Vorsprung der Kieler hielt. Nachdem Svan auf 18:17 (55.) verkürzt hatte und die Kieler im Angriff den Ball verloren, hatte die SG die Chance auf den Ausgleich. Ein Fehlpass von Lauge ins Toraus machte sie jedoch zunichte. Als der SG im letzten Angriff ein Kempa-Versuch missglückte, feierte das Kieler Publikum bereits den Sieg, mit dem der THW Kiel weiterhin von der Meisterschaft träumen darf. Dazu müsste Flensburge in den verbleibenden vier Saisonspielen aber noch mindestens zwei Punkte liegen lassen und der THW Kiel sein Restprogramm gegen Minden, in Lemgo und zum Saisonabschluss zu Hause gegen die TSV Hannover-Burgdorf gewinnen. 

Die Statistik

THW Kiel: Landin (1. bis 60., 16 Paraden), Wolff (bei einem Siebenmeter, 1/1 Paraden) - Duvnjak 5, Reinkind, M. Landin 3/2, Firnhaber (n.e.), Weinhold 2, Wiencek 1, Ekberg 4/3, Rahmel, Dahmke, Zarabec 2, Bilyk, Pekeler 3, Nilsson.

SG Flensburg-Handewitt: Buric (1. bis 60., 12/2 Paraden), Bergerud (bei einem Siebenmeter, keine Parade)  - Karlsson, Golla 2, Hald, Glandorf 3, Svan 5, Wanne 2/1, Jeppsson (n.e.), Jöndal 2/1, Steinhauser (n.e.), Zachariassen, Johannessen 1, Gottfridsson 2, Lauge 1, Röd.

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