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THW Kiel THW Kiel mit viel Mühe gegen die Eulen
Sport THW Kiel THW Kiel mit viel Mühe gegen die Eulen
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20:56 03.09.2019
Von Tamo Schwarz
Ausgehebelt: Rune Dahmke (THW Kiel, vorne rechts) wird von Frederic Stüber (2.v.l.) und Pascal Durak beim Wurf attackiert. Links steht Harald Reinkind. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

Der emotionale Höhepunkt des Abends schloss sich erst an die gespielten 60 Minuten an. Nach dem Abpfiff wurde Linkshänder Marko Vujin nach sieben Jahren, 359 Spielen und 1554 Toren für den THW Kiel unter tosendem Beifall und mit Standing Ovations der Fans in der Sparkassen-Arena verabschiedet. Auf diesen Moment hatten die Anhänger des Serben fast drei Monate warten müssen, weil der 34-Jährige in der Vorsaison und noch am Saisonende schwer erkrankt war.

Die Pfälzer wurden für ihre Geduld belohnt

Nur allzu gern hätte Vujin sicher während der ersten 30 Minuten ins Geschehen eingegriffen, seine ehemaligen Mitspieler aus einem zähen Unterfangen befreit. Die Eulen suchten ihr Heil defensiv in einer 5:1-Deckung mit Jannik Hofmann oder Jonathan Scholz auf der vorgezogenen Position. Im Angriff hatten die Pfälzer alle Zeit der Welt und wurden immer wieder für ihre Geduld belohnt.

Pleiten, Pech und Pannen bis zum 10:11 (25.)

Zugegeben, die Partie könnte einen ganz anderen Verlauf nehmen, hätten nicht Rune Dahmke (6.), Nikola Bilyk (8.) und Harald Reinkind (8.) in schneller Folge in Friesenheims Keeper Stefan Hanemann ihren Meister gefunden. Hätte nicht Dahmke das leere Tor verfehlt (15.), Domagoj Duvnjak zu hoch gezielt (17.). Ein bisschen also Pleiten, Pech und Pannen, auch mit Miha Zarabec als Spielmacher ab der 20. Minute stabilisierte sich das Kieler Spiel nicht. Fünf Minuten später gingen die Eulen sogar mit 11:10 durch den auffälligen Hendrik Wagner in Führung (25.)

THW-Chefcoach Filip Jicha reagierte, brachte Pavel Horak für den Innenblock, Niklas Landin im Tor. Es blieb ein Kampf, doch in Überzahl (aufs leere Ludwigshafener Gehäuse) stellten Hendrik Pekeler (12:11/26.) und Lukas Nilsson (13:11/27.) den alten Abstand wieder her, Niclas Ekberg behielt vom Siebenmeterstrich die Nerven. Doch mit einem mageren 15:14 zur Pause hatte nun wirklich niemand gerechnet.

Viel Kieler K(r)ampf nach der Pause

Das wird schon. Jetzt kommt der THW-Motor in Fahrt. Weit gefehlt! Das Spiel war weiter von viel K(r)ampf auf Seiten der Gastgeber gepräft, die auch nach der Pause wieder in Rückstand gerieten. Missverständnisse, Abspielfehler, Zögern und Zaudern sowie einige gute Paraden des Eulen-Schlussmannes Stefan Hanemann ermöglichten den Eulen, die dem Abstieg in der Vorsaison nur knapp entronnen waren, bis zum 19:20 (42.) in Führung zu bleiben.

Erst die Umstellung auf eine offensive 3:2:1-Deckung mit Duvnjak an der Spitze und ein Zwischenspurt zum 24:20 (48.) konnten die Gemüter in der Arena beruhigen. Nach Dario Quenstedts letzter Parade gegen Frederic Stüber (56.) war die Partie endgültig entschieden.

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Zu einem Treffen bringt Marko Vujin in der Regel sein Herz mit. In der Brust. Auf der Zunge. Am Dienstagabend wird der Serbe nach dem Heimspiel des THW Kiel gegen die Eulen Ludwigshafen verabschiedet. Nach sieben Jahren an der Förde, 359 Spielen und nicht weniger als 1554 Toren für den THW Kiel.

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