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THW Kiel Prokop bleibt - die Reaktionen
Sport THW Kiel Prokop bleibt - die Reaktionen
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13:34 11.03.2018
Von Tamo Schwarz
Foto: Rückendeckung: Kiels Rückraumspieler Steffen Weinhold (links) hofft, dass alle Nationalspieler nach der Entscheidung des DHB, mit Christian Prokop (re.) weiterzumachen, voll mitziehen.
Rückendeckung: Kiels Rückraumspieler Steffen Weinhold (links) hofft, dass alle Nationalspieler nach der Entscheidung des DHB, mit Christian Prokop (re.) weiterzumachen, voll mitziehen. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel

Der erlösende Anruf für Christian Prokop kam am Montagnachmittag um kurz nach drei. Trotz des desolaten EM-Auftritts in Kroatien und interner Verwerfungen bleibt der Bundestrainer im Amt und soll die deutschen Handballer bei der Heim-WM 2019 zu einer Medaille führen. „Er war sehr erfreut über die Entscheidung“, berichtete DHB-Sportvorstand Axel Kromer über das Telefonat mit Prokop. „Er wird weiter den Weg für die Mannschaft vorgeben.“ Eine Mannschaft, deren Zusammensetzung zum jetzigen Zeitpunkt offen erscheint. Gerüchte von Rücktrittsdrohungen einzelner Akteure hatten im Vorwege die Runde gemacht. Führungsspieler Steffen Weinhold vom THW Kiel sagte in diesem Zusammenhang am Montag gegenüber unserer Zeitung: „Wenn drei, vier, fünf Spieler wegbrechen, fehlt es uns an Qualität.“

Nach einer wochenlangen Hängepartie mit vielen Einzelgesprächen sprach sich das Präsidium des Deutschen Handballbundes (DHB) am Montag auf einer rund zweistündigen Sitzung in einem Flughafenhotel in Hannover mehrheitlich für die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Prokop aus. „Dieser Weg war steiniger. Es hat deshalb auch etwas länger gedauert. Aber es ist der mit dem ehrlichsten Ergebnis“, bilanzierte Kromer die interne EM-Aufarbeitung. „Wenn wir Letzter werden bei der WM, weiß ich natürlich nicht, ob er zu halten ist“, sagte Hanning. „Aber ansonsten wollen wir bis 2022 miteinander den Weg gehen.“

Harte Arbeit wartet

Miteinander – die Wiederannäherung zwischen Mannschaft und Trainer, an der auch Prokop selbst in den vergangenen Wochen mit vielen Besuchen und Gesprächen hart gearbeitet hat, muss in den kommenden Monaten fortgesetzt werden. Wie stabil der Frieden zwischen Mannschaft und Trainer sein wird, werden spätestens die nächsten Länderspiele am 4. und 7. April gegen Serbien zeigen. „Wir sind zu 100 Prozent davon überzeugt, dass Christian Prokop mit seiner fachlichen Kompetenz dieses Team voranbringen wird“, sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann. Nach Informationen von KN-online sollen mindestens drei Akteure im Falle einer Weiterbeschäftigung von Prokop mit Rücktritt gedroht haben. Ein Szenario, dem Steffen Weinhold, der die Bad Boys bei der Europameisterschaft 2016 in Polen als Kapitän geführt hatte und dessen Stimme als Führungsspieler viel Gewicht genießt, eine Absage erteilt: „Ich bin schon optimistisch, was die Heim-WM im kommenden Jahr betrifft. Aber es wäre sehr wichtig, dass dann auch alle Spieler dabei sind, und einige werden sich nach der Entscheidung jetzt sicher noch ihre Gedanken machen“, sagte der 31-Jährige vom deutschen Rekordmeister. „Ich hoffe, dass Christian alle zu diesem Neustart überzeugen kann. Es liegt jetzt an uns Spielern, uns zu öffnen, dem Trainer neues Vertrauen zu geben. Es liegt aber auch am Trainer und Präsidium, alle Spieler zu ermutigen, mitzuziehen.“

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