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THW Kiel THW dementiert Gislason-Gerücht
Sport THW Kiel THW dementiert Gislason-Gerücht
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12:54 11.03.2018
Von Tamo Schwarz
Der THW Kiel dementierte am Sonntag, dass es vom DHB bereits eine Anfrage bezüglich Zebra-Coach Alfred Gislason gegeben habe. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Die Entscheidung fällt in einem Hannoveraner Flughafenhotel. Im Mittelpunkt des Handball-Gipfels steht das Ergebnis der Analyse des desaströsen EM-Abschneidens, die Sportvorstand Axel Kromer nach Informationen unserer Zeitung mittags dem zehnköpfigen DHB-Präsidium vorstellen wird. Die Zeichen stehen auf Trennung von Prokop, laut Medienberichten soll THW-Coach Gislason den 39-Jährigen beerben.

Der Isländer sei als Nachfolger bereits ausgemacht, der THW habe einer möglichen Freistellung sogar zugestimmt, heißt es den Berichten zufolge. THW-Geschäftsführer Thorsten Storm dementierte am Sonntag: „Es gab keine Anfrage vom DHB, es gab keine Antwort vom THW – das ist alles nur Gerüchteküche.“ Gislason selbst quittierte das Gerücht mit einem Grinsen und einem Gruß an seinen Landsmann: „Danke, Dagur Sigurdsson! Ich weiß, woher das Gerücht kommt.“ Der Ex-Bundestrainer und Europameister sei vor einer Woche im isländischen Fernsehen zur Situation in der deutschen Nationalmannschaft befragt worden und habe „das Gefühl“ geäußert, Alfred Gislason würde das Amt des Bundestrainers übernehmen. Vom DHB habe mit ihm jedoch niemand gesprochen.

Auch Handball-Bundesliga-Präsident Uwe Schwenker, der in seiner Funktion auch Mitglied des DHB-Präsidiums ist, widersprach den Gerüchten: „Wir haben uns im Präsidium in keinster Weise mit einer Nachfolgeregelung beschäftigt, das wäre auch unseriös. Wir machen nicht den zweiten vor dem ersten Schritt.“ Eine Einschätzung, wie sich das Gremium am Montag entscheiden wird, falle dem ehemaligen Kieler Manager schwer. In der vergangenen Woche hatte sich Schwenker allerdings skeptisch geäußert und angesichts der „atmosphärischen Störungen“ zwischen Mannschaft und Bundestrainer als „schwierig“ erachtet, mit Christian Prokop auf dem Cheftrainersessel weiterzumachen.

Vor allem die offensichtlich unüberbrückbaren Differenzen zwischen Prokop und Teilen des Teams stehen einer weiteren Zusammenarbeit offenbar im Weg. Offenbar drohen einige Nationalspieler mit ihrem Abschied aus der DHB-Auswahl, sollte der Verband an Prokop festhalten. „Wenn drei, vier Schlüsselspieler aufhören, reicht das schon“, sagt DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Dabei versuchten sowohl Prokop als auch die sportliche Führung des DHB in den vergangenen Wochen, die Wogen zu glätten. Noch am Freitag hatte sich Prokop zu Einzelgesprächen mit seinen Nationalspielern getroffen, hatte am Donnerstag die Partie des THW Kiel gegen die HSG Wetzlar in der Sparkassen-Arena besucht. Auch Hanning und DHB-Sportvorstand Axel Kromer tauschten sich immer wieder mit allen möglichen Akteuren von Abwehrchef Lemke über Torhüter Andreas Wolff bis hin zu Kapitän Uwe Gensheimer aus.

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