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THW Kiel THW Kiel empfängt Champion Skopje
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08:01 22.04.2018
Von Tamo Schwarz
Der größte Triumph in der Vereinsgeschichte: Im Juni 2017 konnten Joan Cañellas (Mitte) und seine Kollegen vom HC Vardar Skopje in Köln die begehrte Trophäe in der Handball-Champions-League in die Höhe stemmen. Vardar hatte Paris Saint-Germain mit 24:23 bezwungen. Quelle: Sascha Klahn
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THW-Trainer Alfred Gislason beschwört die eigenen Fans: „Ich hoffe auf eine extrem gute Kulisse. Vardar ist in dieser Saison die beste Mannschaft in der Champions League. Da muss alles passen.“ Alles passen in Hin- und Rückspiel im Hexenkessel von Skopje, um nach der letzten Teilnahme 2016 wieder das Final Four der Königsklasse in Köln (26./27. Mai) zu erreichen. Die Zebras und ihre Fans als eine Einheit – das hatte schon beim Achtelfinale gegen Szeged in beeindruckender Manier harmoniert. Doch Skopje ist ein anderes Kaliber, hat in dieser Champions-League-Saison nur zweimal verloren (28:29 in Barcelona, 26:27 in Nantes), die Vorrunden-Gruppe A gewonnen, das Achtelfinale übersprungen, jüngst die supranationale, südosteuropäische Seha-Liga durch ein 26:24 im Finale gegen RK Zagreb gewonnen.

Weniger als 25 Gegentore pro Spiel

In Mazedonien ist Vardar derzeit sowieso das Maß aller Dinge (elfmal Meister, zwölfmal Pokalsieger, viermal Seha-Sieger), tritt in Europa allerdings mit einem echten Starensemble auf. „Die Abwehr ist überragend, Sterbik im Tor dahinter auch. Luka Cindric spielt im Angriff eine überragende Rolle“, hat Alfred Gislason beobachtet. Allein Altmeister Arpad Sterbik im Tor und Ilija Abutovic in der Deckung flößen Furcht ein, kassierten im Schnitt weniger als 25 Tore pro Spiel – Spitzenwert in dieser Saison. 2,15-Meter-Lette Dainis Kristopans hat im halbrechten Rückraum den Weggang von Alex Dujshebaev (Kielce) vergessen gemacht.

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Giftige 5:1-Deckung

In der Deckung spielen die Mazedonier zwei verschiedene, giftige 5:1-Varianten mit entweder dem Russen Timur Dibirov oder Ex-Zebra Joan Cañellas (Gislason: „Er spielt fast nur noch Deckung“) in vorgezogener Stellung. Und auch Kreisläufer Rogerio Ferreira habe sich seit seinem Weggang aus Kiel „super entwickelt“ (Gislason). Im THW-Ensemble steht neben den Verletzten Rune Dahmke und René Toft Hansen (Schambeinentzündung) nur hinter dem Einsatz von Linksaußen Raul Santos (Adduktorenprobleme) ein Fragezeichen.

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