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THW Kiel THW Kiel kontert Vardar Skopje aus
Sport THW Kiel THW Kiel kontert Vardar Skopje aus
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06:38 06.02.2020
Von Merle Schaack
THW-Akteur Miha Zarabec wird von Pavel Atman niedergedrückt. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Bester Torschütze für den THW Kiel war Niclas Ekberg mit 8/4 Treffern. Für Vardar Skopje traf Dainis Kristopans sechsmal.

Einen THW-Traumstart wie im Hinspiel, als Vardar in der ersten Hälfte nur vier Tore gelangen, ließen die Nordmazedonier dieses Mal nicht zu. Dennoch dominierten die Kieler bald die Partie. Miha Zarabec fand mit seinen Schlagwürfen immer wieder eine Lücke in der Gäste-Abwehr, und auch Harald Reinkind sorgte für Torgefahr, während Stas Skube und Co. im Angriff zunächst einige Chancen liegen ließen.

Pfostentreffer von Timur Dibirov, Parade von THW-Torwart Niklas Landin gegen 2,14-Meter-Koloss Dainis Kristopans, Wurf neben das Tor von Vardar-Kapitän Stojanche Stoilov – beim 7:3 (11.) hatten die Kieler ordentlich vorgelegt. 

Kristopans zündet

Das wollte aber vor allem Allzweckwaffe Kristopans nicht auf sich sitzen lassen. Wann immer er in der Nähe des Balls war, drohte dem THW Kiel Gefahr. In Unterzahl ließ der Lette Domagoj Duvnjak in der Abwehr alt aussehen - ein Kunststück, das nicht jedem gelingt. Er zog die Kieler Abwehr, in dieser Phase ohne den starken Patrick Wiencek, immer wieder auseinander. So wurde aus dem 10:5 (15.) ein 10:7, während Nikola Bilyk als Duvnjak-Ersatzmann im linken Rückraum einen schlechten Start erwischte. 

Vardar suchte sein Glück im Angriff immer wieder in Einläufer Dibirov und in der Abwehr nun in einer 5+1-Variante mit dem Russen an der Spitze. Zunächst ohne nennenswerten Effekt: Niclas Ekberg erhöhte per Siebenmeter auf 15:9 (22.), ehe Vardar in einer hektischen Schlussphase der ersten Hälfte und dank sechs Paraden von Keeper Khalifa Ghedbane bis zur Pause mit 14:18 immerhin wieder in Schlagdistanz kam. 

Landin entnervt Dibirov

Nach Wiederanpfiff taten die Kieler sich weiterhin schwer gegen die offensivere Deckung der Gäste. Kristopans aus dem dritten Stock und Stoilov vom Kreis verkürzten auf 16:18 (32.) und der THW Kiel wirkte ratlos angesichts der plötzlichen Abgezocktheit seiner Gegner. Während der Kieler Spielfluss vorne fast völlig zum Erliegen kam, verhinderte Niklas Landin mit seinen Paraden Nummer sieben, acht und neun (alle gegen Dibirov), dass die Zebras ernsthaft in Bedrängnis gerieten. 

Auch Dibirov-Ersatz Dimitiar Dimitrioski erging es nicht besser. Und beim 25:19 (47.) hatte Landin Nummer zwei, Linksaußen Magnus, mit vier blitzsauberen Treffern den alten Vorsprung wiederhergestellt. Die Kieler Abwehr und Landin (15 Paraden) ließen seit der 40. Minute kaum noch etwas zu - außer eigenen Ballgewinnen und Gegenstoß-Pässen. So konterten die Kieler sich mit Magnus Landin (sechs Treffer in sechs Versuchen), Niclas Ekberg und Ole Rahmel zum verdienten Sieg, der am Ende genauso hoch ausfiel wie im Hinspiel.

Duell um die Spitze in einer Woche

Am kommenden Mittwoch (19 Uhr) empfangen die Zebras Telekom Veszprém zum Duell um die Tabellenspitze. Mit einem Sieg über den direkten Verfolger könnte der THW Kiel Platz eins und damit den direkten Einzug ins Viertelfinale bereits sichern. Zuvor treffen sie am Sonntag (16 Uhr) in der Bundesliga ebenfalls zu Hause auf den HC Erlangen.

„Wir wussten, wenn wir gewinnen, haben wir das Finale um den ersten Platz. Und wir werden alles tun, um ganz oben zu bleiben", sagte Niklas Landin nach dem Spiel. Patrick Wiencek war dem Dänen für seine Paraden und Gegenstoß-Pässe besonders dankbar. "Die Gegenstöße waren schön kraftsparend für uns als Innenblock", sagte er. Für Vardars Einbruch hatte er eine einfache Erklärung: "Ich glaube, Vardar war am Ende ganz schön müde.“

Die Statistik

THW Kiel: N. Landin (1.-60. Minute/15 Paraden), Quenstedt n.e. – Duvnjak 1, Reinkind 4, M. Landin 6, Weinhold 2, Wiencek 1, Ekberg 8/4, Rahmel 4, Dahmke 1, Zarabec 4, Horak, Bilyk, Pekeler 3.

Vardar Skopje: Ghedbane (1.-49. und ab 55. Minute/10 Paraden), Gogov (bei einem 7m und 49.-55./0) – Stoilov 5, Kukulovski n.e., Dimitrioski 1, Kristopans 6, Karapalevski n.e., Sikosek n.e., Atman, Skube 2, Kalarash 2, Cupic 3, de Toledo, Dibirov 4, Gorbok, Gorpishin.

Schiedsrichter: Sondors/Licis (Lettland) – Strafminuten: THW 6 (Horak, Wiencek, Reinkind), Vardar 6 (Kalarash, Gorbok, Cupic) – Siebenmeter: THW 4/4, Vardar keine – Spielfilm: 1:0, 3:3 (6.), 7:3, 10:5 (15.), 13:7, 15:9 (22.), 15:12 (26.), 18:14 – 18:16, 22:17 (42.), 27:19, 27:22 (52.), 33:23 (60.), 34:23 – Zuschauer: 9024 in der Sparkassen-Arena Kiel.

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