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THW Kiel "THW kann sich in einen Rausch spielen"
Sport THW Kiel "THW kann sich in einen Rausch spielen"
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14:18 31.10.2018
Von Merle Schaack
Gibt sein Handball-Wissen nun an die TV-Zuschauer weiter: Ex-Zebra Dominik Klein (re.) ist bei Live-Übertragungen in der ARD der Experte, der Moderator Gerhard Delling (li.) unterstützt. Auch ein halbes Jahr nach seinem Karriereende hat Klein die Bundesliga und ihre Akteure nach wie vor bestens im Blick. Quelle: Marco Wolf
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Die Mannschaft der Stunde

Ganz klar: Magdeburg ist gerade die Mannschaft mit dem größten Selbstbewusstsein. In jedem Spiel sieht man, dass es einen klaren Matchplan gibt, dass sie eine genaue Vorstellung haben, wie man Handball spielt – nämlich schnell, präzise und mit Disziplin.

Negativ-Überraschungen

Leipzig (derzeit Platz 16, d. Red.) hätte wohl keiner so richtig da unten vermutet. Das hat sich zuletzt in der Entlassung von Trainer Michael Biegler niedergeschlagen. Leipzig muss sich erst mal von dieser Unruhe wieder erholen. Aber das Projekt und vor allem das Team hat Potenzial genug, die kämpfen sich da rechtzeitig wieder raus.

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Außerdem steht Erlangen ein bisschen zu Unrecht auf Platz 15. Das ist aber auch dem Spielplan geschuldet. Sie haben schon gegen die Füchse, den THW, knapp gegen Flensburg und Hannover und in Magdeburg verloren. Fast alle Großen gleich zu Beginn der Saison – das verzerrt das Bild.

Der THW Kiel

Das Spiel in Mannheim war überragend. Es hat mich gefreut, dass diese Truppe sich dort mal in einem Top-Spiel selbst gezeigt hat, was sie kann. Vorher hieß es immer, Hendrik Pekeler braucht seinen Andy Schmid – den hat er in diesem Spiel mit Miha Zarabec gehabt.

Auch auf der Trainerbank habe ich eine Entwicklung beobachtet. Bei der Niederlage in Magdeburg war da viel Unruhe, weil neben Alfred (Gislason, d. Red.) auch Filip Jicha und Viktor Szilagyi gleichzeitig auf die Schiedsrichter geschimpft haben. Aber daraus scheinen sie gelernt zu haben. In Mannheim hat es sich positiv auf die Mannschaft ausgewirkt, dass sie mehr Ruhe ausgestrahlt haben.

Durch den Sieg bei den Löwen ist der THW in einer guten Ausgangsposition. Flensburg, Magdeburg und die Löwen kommen in der Rückrunde alle nach Kiel – da könnte der THW sich in einen Rausch spielen. Allerdings: Die Meisterschaft gewinnt man nicht zwingend in den Spitzenspielen, sondern eher in Minden oder Erlangen.

Die Aufsteiger

Dass der Bergische HC (Platz 5, d. Red.) den besten Start eines Aufsteigers seit Jahren hinlegt, wundert mich nicht. Sie haben viele Spieler mit Bundesliga-Erfahrung und sich gleich am Anfang mit Siegen über Ludwigshafen und Erlangen Selbstvertrauen geholt. Bietigheim hat da eine ganz andere Ausgangslage. Bei ihnen ist klar: Sie schnuppern in die Liga rein, sammeln Erfahrung und genießen Highlights wie den Heimsieg gegen Göppingen.


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