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THW Kiel Matchball in der EM-Quali
Sport THW Kiel Matchball in der EM-Quali
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17:00 05.05.2017
Von Tamo Schwarz
Auf direktem Weg zur EM 2018? Bundestrainer Christian Prokop (Mitte) und seine Spieler (von links) Jannik Kohlbacher, Rune Dahmke, Fabian Wiede und Finn Lemke können heute ihr EM-Ticket lösen. Quelle: dpa
Halle/Westfalen

„Die Slowenen hatten keine Chance, weil unsere Leistung in allen Bereichen top war“, sagte Prokop. „Das wollen wir wiederholen, da muss man wieder an das Maximum gehen. Nur einmal reicht nicht.“ Der klare 32:23-Sieg beim Pflichtspieldebüt des Bundestrainers hat Prokop und der Mannschaft nach der verkorksten WM mit dem Aus im Achtelfinale erst einmal den Druck genommen. „An die WM denkt keiner mehr. Wir haben eine neue Ära, einen neuen Trainer, neuen Aufwind und große Ziele vor der Brust. Die gilt es zu erreichen“, gab der überragende Torwart Andreas Wolff vom THW Kiel das Motto vor. Eine frühzeitige Qualifikation für die Endrunde 2018 in Kroatien wäre ganz nach dem Geschmack aller Beteiligten. „Wenn wir das EM-Ticket lösen, würde uns das vor den letzten zwei Gruppenspielen Mitte Juni die Möglichkeit geben, im Training mehr neue Dinge einzustudieren“, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning.

Steffen Weinhold voraussichtlich wieder dabei

Dennoch richtet sich auch Zebra Andi Wolff wieder auf eine Menge Arbeit zwischen den Pfosten ein: „Wir nehmen das nicht auf die leichte Schulter. Diese Mannschaft ist sehr gefährlich und kann mit voller Wucht zurückschlagen.“ Kapitän Uwe Gensheimer (Paris Saint-Germain) musste sich nach der Rückkehr aus Slowenien wegen einer Blessur an der linken Hand in medizinische Behandlung begeben. Erneut ausfallen wird wohl Kai Häfner (Hannover-Burgdorf), bei Linkshänder Steffen Weinhold vom THW Kiel besteht dagegen Hoffnung auf einen Einsatz neben seinen Teamkameraden Wolff, Patrick Wiencek und Rune Dahmke.

Derweil tummelten sich sechs weitere Zebras vom THW Kiel auf internationalem Parkett in der EM-Qualifikation. Sehr souverän gestaltete sich der Auftritt Schwedens in St. Petersburg. Angeführt von Rechtsaußen Niclas Ekberg mit neun Toren, setzte sich Schweden in Gruppe 6 mit 29:21 (17:10) gegen Russland durch und behauptete so die Tabellenführung. THW-Youngster Lukas Nilsson erzielte einen Treffer. Auch Dänemark bleibt Erster in seiner Gruppe (Gruppe 1). Nach dem 25:25 (11:14) in Budapest bleiben die Magyaren allerdings punktgleich mit fünf Punkten ärgster Verfolger von Niklas Landin und Co. Kiels wurfgewaltiger Linkshänder Marko Vujin ist indes mit einem 23:22 (13:9)-Erfolg in Rumänien ins serbische Nationalteam zurückgekehrt. Vujin erzielte in Baia Mare einen Treffer. Eine knappe 29:30 (13:14)-Niederlage gegen Spanien in Innsbruck mussten die Österreicher Nikola Bilyk (4 Tore) und Raul Santos (2) verkraften.

Zehn Handballer des THW Kiel werden in den kommenden EM-Qualifikationsspielen für ihr Land auflaufen. Einer der vier deutschen "Bad Boys" muss aber für das Hinspiel passen. Ein Kieler kehrt nach längerer Pause ins Nationaltrikot zurück.

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