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THW Kiel THW will gegen Leipzig ins Viertelfinale
Sport THW Kiel THW will gegen Leipzig ins Viertelfinale
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09:00 17.10.2018
Von Merle Schaack
Foto: Niklas Landin und der THW Kiel müssen Leipzig schlagen, um in die nächste Pokal-Runde einzuziehen.
Niklas Landin und der THW Kiel müssen Leipzig schlagen, um in die nächste Pokal-Runde einzuziehen. Quelle: Sonja Paar
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Kiel

„Gegen große Gegner haben wir mehr Leichtigkeit“, sagt Leipzigs Trainer André Haber, dessen Team nicht nur dem THW in der Liga das Leben schwer machte, sondern auch den Rhein-Neckar Löwen einen Punkt abtrotzte.

Dass innerhalb kürzester Zeit zweimal derselbe Gegner auf dem Feld steht, stört ihn nicht. „Im Gegenteil. Wir arbeiten sehr akribisch. Jetzt haben meine Spieler die Details noch präsent.“ Zwei Vorteile für den THW hat Leipzigs Trainer ausgemacht: „Der THW spielt zu Hause und hat im Gegensatz zu uns zwei Abwehrformationen." Die Personalsorgen in Leipzig, die den Verein schon seit der Vorbereitung plagen, werden allerdings nicht kleiner. Neben den Langzeitverletzten Andreas Rojewski und Jens Vortmann fallen in Kiel auch die Flügelspieler Raul Santos (grippaler Infekt) und Patrick Wiesmach (Knieprobleme) aus. Dafür rücken die U23-Spieler Jonas Hellmann und Vincent Neudeck in den Kader.

In Hamburg Blut geleckt

Aber die Leipziger haben Blut geleckt, als sie es 2017 zum Final Four nach Hamburg schafften, wo sie erst im Halbfinale scheiterten – am späteren Pokalsieger THW Kiel. „Wir wissen jetzt, wie sich Hamburg anfühlt“, so Haber. „Und deshalb wollen wir dem THW einen großen Kampf liefern.“

Die Kieler wissen um die Tücken der Gäste und um die des Pokals. „Sowohl wir als auch Leipzig hatten vor zehn Tagen gute Momente“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason. „In der Abwehr haben wir eigentlich gut gespielt, hätten den Sack aber viel früher zumachen müssen.“

Weinhold fällt weiter aus

Auch aus dem Achtelfinal-Aus gegen die TSV Hannover-Burgdorf aus dem Vorjahr hat man gelernt. Hamburg ist in den Kieler Köpfen noch nicht mal ein Traum. „Erst einmal wollen wir in die nächste Runde“, sagt Gislason, der wieder auf Steffen Weinhold verzichten muss. Die zunächst als Zerrung titulierte Oberschenkel-Verletzung des Rückraum-Linkshänders entpuppte sich als Muskelfaserriss.

So ist Harald Reinkind wieder auf sich allein gestellt. „Falls es sein muss, könnte aber auch Niclas Ekberg dort spielen“, so Gislason. Von seiner Mannschaft erwartet er einen kämpferischen, konzentrierten Auftritt wie zuletzt beim wichtigen Sieg bei den Rhein-Neckar Löwen. „Keiner soll denken, er könnte sich weniger anstrengen als in Mannheim.“

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