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THW Kiel THW Kiel besiegt Paris mit 34:30
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23:03 14.08.2019
Von Merle Schaack
Niklas Landin (THW Kiel) jubelt nach dem Sieg gegen Paris Saint Germain. Quelle: Sonja Paar
Kiel

Stehende Ovationen zu Beginn, ein warmes Willkommen für alle Ex-Zebras im Kader des französischen Spitzenklubs (Nikola Karabatic, Gudjon Valur Sigurdsson) sowie den künftigen Kieler Sander Sagosen, noch mehr Applaus für die Kieler Mannschaft. Beflügelt von dem herzlichen Empfang der 8904 Fans legten beide Teams rasan.

Dank zweier schneller Paraden von Torwart Niklas Landin legten die Kieler mit 4:2 (5.) vor. Spätestens als Rune Dahmke alles in einen Gegenstoß legte, so dass er nach dem erfolgreichen Abschluss zum 5:3 bäuchlings gegen den Pfosten schlitterte, war klar: Hier geht es um mehr als nur Prestige.

Gerungen um jeden Ball

Nach einem Kopftreffer durch Nikola Bilyk war auch Rodrigo Corrales im Tor der Franzosen hellwach. Fortan kaufte er den Kieler Schützen diverse Würfe ab, indem er seine Gliedmaßen teleskopartig entgegen seiner erwarteten Laufrichtung ausstreckte - 7:7 stand es nach einer Viertelstunde und weiter wurde um jeden Ball gerungen.

Patrick Wiencek musste den Ball gegen drei Gegenspieler verteidigen, Gisli Kristjánsson, der dieses Mal schon in der ersten Halbzeit die Regie von Domagoj Duvnjak übernehmen durfte, lieferte sich einen Bodenkampf mit Viran Morros.  Auch mit ihrem künftigen Mannschaftskameraden Sander Sagosen ging die Kieler Abwehr, die mal flexibel wie eine Gummiwand, ab und zu aber auch offen wie ein Scheunentor dastand, nicht zimperlich um. Das Ergebnis der umkämpften ersten Halbzeit: 14:14.

Besserer Start für THW nach Wiederanpfiff

Nach Wiederanpfiff erwischten die Kieler erneut den besseren Start. Nikola Bilyk, Magnus Landin, Patrick Wiencek, Harald Reinkind - der flexible THW-Angriff spielte flugs eine 20:17-Führung (40.) heraus, so dass Gäste-Trainer Raul Gonzalez schnell seine erste Auszeit nahm. 

Angeführt von Nedim Remili und Luc Abalo (beide 5 Tore) schloss Paris wieder auf. Bevor die Gäste aber ausgleichen konnten, stoppte Dario Quenstedt den aufkeimenden Lauf. Bei seinem Heim-Debüt hielt der Torwart sechs Würfe, unter anderem einen Siebenmeter von Sigurdsson. Diesen Rückhalt nutzten die Zebras, um sich einen 26:21-Vorsprung (49.) zu erarbeiten, während die Gäste in ihrem ersten Testspiel nach drei Wochen Vorbereitung zusehends mit technischen Fehlern haderten.

Doppelschlag von Bilyk

In der Schlussphase zahlte sich aus, dass Filip Jicha zuletzt viel Fokus auf die schnelle Mitte und die zweite Welle gelegt hatte. Immer wieder gelang es den Kielern, Paris noch im Rückzug zu überrollen. Allen voran THW-Top-Torschütze Nikola Bilyk (7 Tore) sorgte mit einem schnellen Doppelschlag zum 29:25 fünf Minuten vor Schluss für die Vorentscheidung. 

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