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THW Kiel "Der THW ist für mich großer Favorit"
Sport THW Kiel "Der THW ist für mich großer Favorit"
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15:00 23.08.2019
Von Tamo Schwarz
HBL-Präsident Uwe Schwenker. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die wichtigste Frage zuerst, Herr Schwenker: Wer wird deutscher Meister?

Der THW Kiel ist in dieser Saison mein Favorit. Die Meisterschaft wird nur über die beiden Teams aus Schleswig-Holstein gehen. Der THW hat Andreas Wolff und Marko Vujin verloren, hat aber noch immer einen guten und eingespielten Kader. Das Selbstverständnis und der Anspruch beim THW sind hoch, auch wenn das nach außen etwas heruntergefahren wird. Der SG Flensburg-Handewitt fehlen mit Tobias Karlsson und Rasmus Lauge zwei Schlüsselspieler. Aber sie haben Alternativen. Trotzdem: Ich sehe den THW Kiel favorisiert, auch wenn Magdeburg, Melsungen und die Füchse eine gute Rolle spielen können. Man muss sehen, wie der THW und die SG mit der Belastung Champions League klarkommen. Davon hat der THW in der Vorsaison im EHF-Cup profitiert.

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Was erwarten Sie von der neuen Saison?

Sie wird ähnlich spannend wie die vergangene, wenn nicht noch spannender. Es ist für mich kaum vorstellbar, dass eine Mannschaft dieses Mal mit vier Minuspunkten durchkommt.

Es zeichnen sich bereits jetzt Termin-Verengungen ab: Der THW Kiel spielt am Donnerstag in Wuppertal, am Sonnabend in Veszprém. Zwischen den Viertelfinal-Hin- und Rückspielen ist ein Nordderby angesetzt. Droht da erneut Ärger?

Alle Klubs waren beim TV-Vertrag involviert und waren der Meinung, dass wir die große Chance am Schopfe packen müssen. Jetzt werden alle Spiele in der Bundesliga übertragen. Mit dieser Saison müssen jetzt alle leben. Ab der nächsten Spielzeit wird in der Champions League verbindlich am Mittwoch und Donnerstag gespielt. Dann wäre das Problem gelöst. Trotzdem müssen wir jetzt offen und transparent mit der Situation umgehen, haben uns mit den Klubs zusammengesetzt. In der Gruppenphase werden kurzfristige Lösungen schwierig. Aber in erster Linie ist es uns wichtig, dass wir unseren Mannschaften die Möglichkeit geben, im Achtel- und Viertelfinale - wenn es um die Qualifikation für das Final Four in Köln geht - auf Augenhöhe mit ihren Gegner um den Einzug ins Halbfinale zu spielen. Das ist im Interesse der Liga und der TV-Partner. Dafür werde ich kämpfen, auch wenn mir manchmal die Hände gebunden sind.

Sprunghöhe, Wurfgeschwindigkeit, Kilometerleistung - durch die ligaweite Geodaten-Erfassung wird die Handball-Bundesliga für den Zuschauer transparenter ...

... und hoffentlich begeisternder für ein junges Publikum. Wir wollen uns professioneller aufstellen. Das ist auch Zeitgeist.

Spüren Sie noch einen Rückenwind von der Heim-WM?

Ich nehme wahr, dass der Deutsche Handballbund versucht, mit den Ligen und den Landesverbänden eine Strukturreform umzusetzen. Da geht es um ehrgeizige Ziele im Bereich des Leistungssportgedankens in der Jugend oder der Mitgliedergewinnung. Da gibt es einen guten Austausch. Ich finde es richtig, das transparent anzugehen.

Bis 2022 wird das Final Four im DHB-Pokal in Hamburg ausgetragen. Der Supercup wurde erneut in Düsseldorf gespielt. Ist mit einem Pokal-Final-Four-Umzug nach Düsseldorf zu rechnen?

Wir waren und sind zufrieden in Hamburg. Es ist ein normaler Vorgang, Alternativen zu prüfen, wenn Verträge zur Verlängerung anstehen.

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