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THW Kiel Niederlage für den THW Kiel
Sport THW Kiel Niederlage für den THW Kiel
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22:23 23.11.2017
Von Tamo Schwarz
Der THW Kiel hat in Gummersbach verloren. Quelle: imago/Agentur 54 Grad
Gummersbach

Alles neu macht der ... November? Zumindest beim THW Kiel, den Trainer Alfred Gislason mit wieder einmal veränderter Startformation in die nicht ganz ausverkaufte Arena schickt. Andreas Wolff erlebt zum ersten Mal seit dem 8. Oktober (in Veszprém) einen Anpfiff zwischen den Pfosten. Auf Rechtsaußen beginnt Ole Rahmel anstatt Mr. Verlässlich Niclas Ekberg. In der Defensive soll es eine 3:2:1-Deckung mit Christian Dissinger an der Spitze richten. 30 Minuten später haben ein guter, aber geknickter Wolff und sein Gegenüber und euphorisierter EM-Kollege Carsten Lichtlein („Ich habe Andi Glück gewünscht“) am Mittelkreis viel zu besprechen.

Wolff verhindert Schlimmeres in einer espritarmen und unkonzentrierten Darbietung des THW Kiel. Nach zehn Minuten ist die Anfangsformation schon wieder Geschichte: Ekberg ersetzt Rahmel, Christian Zeitz Marko Vujin in der Deckung, Lukas Nilsson rückt für den eindimensionalen Miha Zarabec auf die Mitte. Der VfL liegt mit 9:4 vorn, tritt ersatzgeschwächt und ohne etatmäßigen Rückraum-Linkshänder auf – und couragiert, dass es eine Art hat.

Pfosten, Latte, Lichtlein

Die Oberbergischen nehmen in der Deckung die fahrigen Bälle der Zebras dankbar entgegen, haben mit dem Ukrainer Stanislav Zhukov aber auch einen Halblinken, den die Kieler kaum in den Griff kriegen, auf ihrer rechten Abwehrseite verwundbar sind. Und sie haben Carsten Lichtlein, dem allein bis zur Pause zwölf Paraden gegen im Abschluss erneut kopflose Gäste gelingen. Pfosten, Latte, Lichtlein – allzu oft wurden Gislason und seine Spielweise dafür kritisiert, die Außen allzu wenig einzubeziehen.

Unmittelbar nach Wiederanpfiff entsteht für die Dauer eines Wimpernschlages der Eindruck, alles könnte sich doch noch zum Besten wenden für den Rekordmeister. Patrick Wiencek stemmt sich mit all seiner Kraft gegen die drohende Niederlage (14:17/34.). Drei Tore – was ist das schon im Handball? Doch spätestens zwischen der 40. (20:17) und 45. Minute (25:17) zerplatzen alle Träume, die zuletzt in dieser Bundesliga-Serie mit 11:1 Punkten wieder Form angenommen hatten.

Zugegeben, die Aufholjagd vom 27:18 (47.) zum 27:24 (54.) ist aller Ehren wert. „Andreas Wolff war der einzige in Normalform. Der Rest? Schweigen im Walde. So wie wir spielen, wäre es vermessen, an die Tabellenspitze zu gucken“, sagt ein enttäuschter THW-Geschäftsführer Thorsten Storm.

Das Spiel zum Nachlesen finden Sie hier im Liveticker.

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