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THW Kiel THW Kiel: Erst die Arbeit und dann ...
Sport THW Kiel THW Kiel: Erst die Arbeit und dann ...
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20:18 01.10.2019
Von Tamo Schwarz
Filip Jicha (rechts) freut sich, dass Lukas Nilsson wieder an Bord ist. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

„Jeder von uns", so Jicha, "möchte wieder zum Final Four nach Hamburg, und das ist auch unser Anspruch. Aber nicht Träumen, sondern Arbeit bringt uns ans Ziel.“ Auf den ersten Blick sind die Rollen vor dem Duell in der Runde der letzten 16 klar verteilt. „Ich war auch einer der vielen Trainer, die vor der Saison gesagt haben, dass der THW Kiel Deutscher Meister wird“, sagt HSG-Coach Kai Wandschneider und schiebt die Favoritenrolle an die Förde. Aber Moment mal! Da war doch was? Stimmt! Sowohl die SG Flensburg-Handewitt (27:27) als auch der SC Magdeburg (28:29) mussten in der Rittal Arena bereits ordentlich Federn lassen. 

Erst 3000 Tickets verkauft

Am Dienstag waren von den 4421 Plätzen für den Pokalfight zwar erst 3000 Tickets verkauft. Trotzdem empfindet Filip Jicha die Spielstätte der Mittelhessen als „unangenehm“ und weiß: „Es ist kein Zufall, dass es für Wetzlar in dieser Saison bislang so gut läuft. Wir müssen dort unsere maximale Leistung abrufen und abliefern.“

Lukas Nilsson wieder an Bord

Umso besser, dass der THW-Tross am Dienstagmittag in Altenholz (fast) in Vollbesetzung den Bus gen Süden bestieg. Einzig der am Fuß verletzte Steffen Weinhold verpasst den Kampf um den Einzug ins Viertelfinale. Der schwedische Rückraumspieler Lukas Nilsson hat indes nach überstandener Schulterprellung am Montag und Dienstag einen guten Eindruck im Training hinterlassen und werde, so Jicha, spielen. 

Ein Fokus des Kieler Cheftrainers lag bei der Vorbereitung auf das Achtelfinale auf den „kleinen Ereignissen“. Was der 37-Jährige damit meint: „Wetzlar spielt lange Angriffe, ist sehr diszipliniert und hat bei kleinen Schlüsselszenen wie bei drohendem Zeitspiel oder Freiwürfen eine gute Quote.“ Eine One-Man-Show erwarte Jicha jedenfalls nicht, auch wenn der Halbrechte Stefan Cavor mit 45 Treffern momentan die Liste der Bundesliga-Feldtorschützen anführt. „Das ist die Arbeit der ganzen Mannschaft, die den Rückraum links und rechts gut in Szene setzt“, so Jicha, der von einer „sehr schweren Aufgabe“ spricht. 

Drei Niederlagen zwischen September 2016 und Februar 2018

Apropos schwere Aufgabe: Drei Niederlagen gegen Wetzlar in kurzer Folge zwischen September 2016 und Februar 2018 – die ersten seit Oktober 2002 – hatten die HSG zwischenzeitlich zu einem Kieler Angstgegner gemacht. „Das hat Kiel in der vergangenen Saison schon wieder klargestellt“, sagt Kai Wandschneider. 29:19 hieß es in der Vorsaison im Heimspiel in Kiel, mit 27:23 setzten sich die Zebras im Rückspiel in Wetzlar durch und rückten das Bild vom vermeintlichen Angstgegner gerade.

Jetzt also das insgesamt dritte Aufeinandertreffen im DHB-Pokal nach zwei Viertelfinals 1999 (29:22 für den THW) und 2009 (31:23 für den THW). Ins Viertelfinale will der elfmalige Titelträger auch in dieser Saison wieder und dabei sein, wenn Santiano-Sänger Axel Stosberg die Kugeln für die vier Partien am Donnerstag nach der Partie der SG Flensburg-Handewitt gegen die TSV Hannover-Burgdorf aus dem Lostopf zieht. 

Mehr zum THW Kiel lesen Sie hier.

Das Achtelfinale im DHB-Pokal sorgt wieder einmal für Kopfschütteln in der Handball-Gemeinde. Der Grund: Nur eine der acht Partien – SG Flensburg-Handewitt gegen Hannover am Donnerstag – wird vom Pay-TV-Sender Sky übertragen. Die Fans des THW Kiel schauen in die Röhre.

Tamo Schwarz 01.10.2019

Eine gute Handballmannschaft ist immer mehr als die Summe ihrer Einzelteile. Kai Wandschneider weiß das ganz genau. Der 59-Jährige ist Trainer der HSG Wetzlar, die seit Saisonbeginn die Konkurrenz verblüfft. Am Mittwoch (20 Uhr) empfangen die Mittelhessen den THW Kiel im Viertelfinale des DHB-Pokals

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KN-online (Kieler Nachrichten) 30.09.2019