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THW Kiel "Zacke" zieht die Fäden
Sport THW Kiel "Zacke" zieht die Fäden
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21:16 17.04.2018
Von Niklas Schomburg
"Im Rückraum gibt es mehr auf die Mütze": Füchse-Aushilfsspielmacher Mattias Zachrisson im Duell mit den Magdeburgern Mads Christian (li.) und Robert Weber. Quelle: imago/Bernd König
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Kiel/Berlin

Nicht wenige hatten den Füchsen einen Rückrundeneinbruch prophezeit, als Petar Nenadic im Januar zu Telekom Veszprém nach Ungarn wechselte. Dass zusätzlich Paul Drux und zwischenzeitlich auch Fabian Wiede verletzt ausfielen, machte die Situation im Fuchsbau nicht einfacher. Trainer Velimir Petkovic verteilte die Aufgaben auf viele Schultern und setzte in der Rückraummitte auf Mattias Zachrisson.

Der 1,78 Meter große Schwede, der seit 2013 in Berlin spielt und im Winter seinen Vertrag vorzeitig bis 2022 verlängerte, ist eigentlich Rechtsaußen, bildet dort mit dem Dänen Hans Lindberg ein Top-Duo. In den vergangenen Wochen standen beide gemeinsam auf der Platte. Lindberg auf Außen, Zachrisson in der Mitte. „Das macht großen Spaß, man hat mehr Einfluss auf das Spiel, kann Entscheidungen treffen“, erklärt „Zacke“. Einen Nachteil allerdings hat die Spielmacherposition: „Im Rückraum bekommt man deutlich mehr auf die Mütze“, sagt Zachrisson lachend.

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Die Laune ist gut, im ganzen Team. „Es läuft alles sehr gut. Wir haben ein bisschen Pech mit Verletzungen, aber wir machen das Beste daraus“, sagt der 27-Jährige. Neben Drux, der erst mit einem Meniskusriss von der EM zurückkehrte und sich nur kurze Zeit nach seinem Comeback einen Bänderriss zuzog, fehlt den Füchsen aktuell auch Marko Kopljar (Achillessehnenriss). Der beste Torschütze, Steffen Fäth, plagt sich mit Schulterproblemen.

Der Weggang von Petar Nenadic hat bei allem Qualitätsverlust vielleicht sogar einen Vorteil. „Klar ist Nenadic ein hervorrangender Individualist und hat viel Verantwortung übernommen“, sagt THW-Linkshänder Steffen Weinhold. „Aber das hat das Berliner Spiel auch ein Stück weit ausrechenbar gemacht.“ Weniger berechenbar schielen die Füchse weiter Richtung Spitze. „Das große Ziel ist, Champions League zu spielen“, sagt Zachrisson. Doch das sei schwer zu erreichen, vor allem Kiel sei eine riesige Aufgabe. „In Kiel ist kein Auswärtsteam Favorit“, sagt der Schwede.

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