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THW Kiel Reinkind glänzt beim Sieg in Veszprem
Sport THW Kiel Reinkind glänzt beim Sieg in Veszprem
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22:44 21.09.2019
Von Tamo Schwarz
Starker Auftritt: Der THW setzt sich in der Champions League mit 37:31 (16:13) bei Veszprém durch Quelle: DAVID VÖRÖS
Veszprem

Er war der Matchwinner: Der Norweger Harald Reinkind erzielte acht Treffer für den THW. Der Ägypter Omar Yahia war fünfmal für Veszprem erfolgreich.

Im Duell der Rekordmeister beider Länder erwischten die Kieler einen optimalen Start. Nach nicht einmal zwei Minuten lagen sie durch das Tor von Reinkind und zwei Treffer von Hendrik Pekeler mit 3:0 in Führung.

Starke Leistung auch von Landin

Veszprem versuchte mit ständig wechselnden Aufstellungen im Rückraum, den Rückstand zu verkürzen. Aber auch die ehemaligen Bundesliga-Stars Kentin Mahé, Rasmus Lauge und Petar Nenadic schafften es nicht, Ordnung in das Spiel der Ungarn zu bringen. "Wir haben heute hammerviele Fehler gemacht - das geht einfach nicht", resümierte der Ex-Flensburger Lauge nach dem Abpfiff enttäuscht.

Zarabec und Horak in der Startformation

Der THW präsentierte sich nur rund 45 Stunden nach dem anstrengenden Bundesliga-Sieg beim Bergischen HC am Donnerstag in glänzender Verfassung. Und der Plan von THW-Chefcoach Filip Jicha ging voll auf: Gegen die rauen "Abwehrklötze" (Jicha) der Ungarn stellte der Tscheche den am Donnerstag geschonten, quirligen Miha Zarabec als Spielmacher. Pavel Horak, ebenfalls frisch am Balaton angereist, bildete mit Hendrik Pekeler den Innenblock.

Bilyk und Reinkind überzeugen auf den Halbpositionen

Zarabec legte das Kieler Spiel flink und breit an, harmonierte mit Patrick Wiencek am Kreis. So ergaben sich zugleich Räume für die Halbpositionen - den in physischer Superstar-Form auftretenden Nikola Bilyk und den unfassbar selbstbewussten Harald Reinkind.

Weil auch die Schiedsrichter in dem Wellblech-Hexenkessel in der europäischen Kulturhauptstadt von 2023 dem Druck standhielten, drohte die Volksseele schon vor der Pause beim 15:10 durch Rune Dahmke (28.).

Veszprém-Coach Davis: "Kiel war überall besser"

So blieb es bis zum 20:22 (39.) immerhin eng, auch wenn die Zebras die Partie zu jedem Zeitpunkt im Griff hatten, "besser im Angriff, besser im Tor, besser in der Abwehr, besser von der Bank überall besser" waren, wie es Veszprém-Coach David Davis später zusammenfasste.

Jicha: "Das war außergewöhnlich"

Zu einem großen Faktor avancierte zudem der Kieler Niklas Landin, der insgesamt 17 Bälle parierte. Zuerst meisterte er, einen Ball von Lauge zu fangen (37.), dann entnervte er Nenadic (46.), Dragan Gaijic beim Siebenmeter (50.), Linksaußen Manuel Strlek (51.). Mit seinem verwandelten Gegenstoß zum 27:22 (45.) stellte Hendrik Pekeler die Weichen auf Sieg. Das Kieler Tempospiel hatte die Arena in der "Stadt der Königinnen" zum Schweigen gebracht. Feiern konnte am Ende der 14-köpfige THW-"Fanblock" in seiner Kurve. "Wahnsinnig stolz" zeigte sich Filip Jicha. "Die Mannschaft hat dieses Spiel mit Freude gewonnen, wollte nicht die Opferrolle einnehmen. Das war außergewöhnlich, und auf diesem Weg wollen wir jetzt bleiben.

Drei verletzte Kieler

Allerdings: Der THW muss die vier Punkte aus Wuppertal und Veszprém und die damit verbundenen Termin-Hatz womöglich teuer bezahlen, verzeichnete am Sonnabendabend drei angeschlagene Spieler, die sich am Montag nach der Rückkehr via Wien intensiver medizinischer Untersuchungen unterziehen müssen. Lukas Nilsson (Schulterprellung) kam in Ungarn nicht zum Einsatz, Steffen Weinhold (Fuß) schied früh aus. Patrick Wiencek zog sich eine Blessur am Zeh zu.

Auch die nächste Aufgabe haben die "Zebras" in der Königsklasse zu lösen. Am Mittwoch (19 Uhr/Liveticker auf KN-online) geht es vor heimischem Publikum gegen den weißrussischen Titelträger HC Meshkov Brest.

Telekom Veszprém - THW Kiel 31:37 (13:16)

Telekom Veszprém: Sterbik (1.-2. Minute/0 Paraden), Cupara (ab 2./11) – Manaskov, Yahia 5, Ferreira, Tønnesen 3, Gajic 3/1, A. Nilsson 5, Marguc 1, Lauge 3, Strlek 3, Terzic 1, Blagotinsek 3, Nenadic 3, Mahé 1, Mackovsek.

THW Kiel: N. Landin (1.-60. Minute/17 Paraden), Quenstedt n.e. – Duvnjak, Reinkind 8, M. Landin 1, Kristjánsson n.e., Weinhold 1, Wiencek 3, Ekberg 3, Rahmel, Dahmke 2, Zarabec 5, Horak, Bilyk 7, Pekeler 7, L. Nilsson n.e..

Schiedsrichter: Pavicevic/Raznatovic (Montenegro) – Strafminuten: Veszprém 8 (Lauge, Blagotinsek, Tønnesen, Terzic), THW 6 (Bilyk, Horak, Pekeler) – Siebenmeter: Veszprém 3/1 (N. Landin pariert Strlek und Gajic), THW keine – Spielfilm: 0:3, 2:5 (9.), 6:6, 6:9 (17.), 8:9, 9:12, 10:15 (28.), 13:16 – 15:18, 17:21 (37.), 19:22, 20:24 (40.), 22:27, 26:31, 29:32 (56.), 30:36, 31:37 – Zuschauer: 5238 in der ausverkauften Veszprém Arena.

Hier können Sie unseren LIVE-Ticker zum Spiel nachlesen.

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Klicken Sie hier, um weitere Bilder vom Champions-League-Spiel des THW Kiel in Veszprem zu sehen.

Wahnsinnige Termin-Hatz im Handball: Nur rund 45 Stunden nach dem mühevollen 34:29 beim Bergischen HC am Donnerstag muss der THW Kiel am Sonnabend in der Champions League bei Telekom Veszprém antreten. Bei den Zebras entlud sich darüber jede Menge Zorn.

Tamo Schwarz 21.09.2019

Für Viktor Szilagyi, Geschäftsführer des THW Kiel, ist es "eines der schwersten Auswärtsspiele im europäischen Handball". Am Sonnabend (17.30 Uhr, Liveticker auf KN-online) tritt der deutsche Rekordmeister in der Handball-Champions-League beim ungarischen Serienmeister Telekom Veszprém an.

Tamo Schwarz 20.09.2019

Einmal beim THW Kiel in der VIP-Loge sitzen - das muss kein Traum bleiben. KN-online und Sponsor Garofalo verlosen drei mal zwei VIP-Tickets für das Heimspiel des THW Kiel in der Handball-Champions-League gegen Meshkov Brest am Mittwoch, 25. September 2019, um 19 Uhr.

KN-online (Kieler Nachrichten) 21.09.2019