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THW Kiel Löwen stoppen Siegesserie des THW Kiel
Sport THW Kiel Löwen stoppen Siegesserie des THW Kiel
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22:28 07.11.2019
Andre Schmid von den Rhein-Neckar Löwen, Kiels Patrick Wiencek und Kiels Hendrik Pekeler kämpfen um den Ball.  Quelle: Uwe Anspach/dpa
Mannheim

Im Topspiel der Handball-Bundesliga drehten die Mannheimer am Donnerstagabend einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand gegen den Rekordmeister noch in einen 26:25 (10:13)-Erfolg um. Der THW Kiel bleib trotz der ersten Niederlage nach zuvor sechs Siegen nacheinander Tabellenzweiter, die Löwen verbesserten sich vorerst auf den fünften Rang.

THW Kiel startet hochkonzentriert

Hochkonzentriert waren die Kieler in die Partie gestartet, hatten nach 20 Minuten mit 13:6 bereits deutlich geführt. Anschließend verloren sie aber völlig den Faden. Bis zur Pause gelang dem THW Kiel kein einziger Treffer mehr. Stattdessen brachte der eingewechselte Keeper Mikael Appelgren (12 Paraden) die Löwen mit seinen gehaltenen Bällen ins Spiel. 

Auch in der zweiten Hälfte fanden die Kieler gegen eine deutlich verbesserte Löwen-Abwehr nicht mehr zu ihrem Spiel. Nach dem ersten Ausgleich (35.) spitzte die nun umkämpfte Partie sich zu.

Kristjansson unter Tränen ins Krankenhaus

THW-Youngster Gisli Kristjánsson wurde zur tragischen Figur, kugelte sich bei einem Sturz die linke Schulter aus. Unter Tränen verließ er das Feld und wurde – in Begleitung von Co-Trainer Christian Sprenger – direkt ins Mannheimer Uniklinikum gebracht. Die Schwere der Verletzung des Isländers, der sich vor Saisonbeginn erst von einer schweren Verletzung der rechten Schulter zurückgekämpft hatte, war am Donnerstagabend noch unklar.

Dieser Schock fiel für den THW Kiel in eine Phase, in der der Sieg für die Zebras wieder zum Greifen nah war: 25:22-Führung, vier Minuten vor Spielende. Doch Appelgrens Paraden und eine Zeitstrafe gegen Kiels Harald Reinkind brachten Hochspannung bis zum Schluss: Mit einer halben Minute auf der Uhr brachte Uwe Gensheimer die Mannheimer mit 26:25 in Führung. Im letzten Angriff scheiterte THW-Kapitän Domagoj Duvnjak an Appelgren und besiegelte damit die zweite Kieler Bundesliga-Niederlage der Saison. 

Die Statistik

Rhein-Neckar Löwen: Palicka (1.-21. Minute/2 Paraden), Appelgren (ab 21./13) – Schmid 5, Gensheimer 8/5, Kirkeløkke 3, Lagarde, Tollbring n.e., Abutovic, Larsen, Groetzki 3, Guardiola, Petersson 1, Nielsen 2, Ganz n.e., Kohlbacher 4.

THW Kiel: N. Landin (1.-41. Minute/8 Paraden), Quenstedt (ab 41./3) – Duvnjak 7, Reinkind 4, M. Landin 2, Kristjánsson, Wiencek 1, Ekberg 4/2, Rahmel n.e., Dahmke, Zarabec 1, Horak, Bilyk, Pekeler 5, Nilsson 1.

Schiedsrichter: Schulze/Tönnies (Magdeburg/Stendal) – Strafminuten: Löwen 8 (2x Petersson, Nielsen, Kirkeløkke), THW 6 (M. Landin, 2x Reinkind) – Siebenmeter: Löwen 5/5, THW 2/2 – Spielfilm: 0:1, 2:2 (4.), 2:4, 3:9 (16.), 5:11, 6:13 (21.), 10:13 – 13:14, 18:15 (40.), 19:19, 21:22 (51.), 22:25 (56.), 26:25 – Zuschauer: 13200 in der ausverkauften SAP Arena in Mannheim.

Lesen Sie hier die ersten Stimmen zum Spiel.

Mehr zum Thema:Der Liveticker zum Nachlesen

Von dpa/RND

Im Topspiel der Handball-Bundesliga drehten die Rhein-Neckar Löwen einen zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand gegen Rekordmeister THW Kiel noch in einen 26:25 (10:13)-Erfolg um. 

Für Filip Jicha steht der THW Kiel vor „einer der schönsten Aufgaben im deutschen Handball“. Für Löwen-Kapitän Andy Schmid ist es nicht mehr fünf vor zwölf, sondern „eigentlich schon zwölf“. Die Ausgangslagen von Zebras und Rhein-Neckar Löwen könnten vor ihrem Duell kaum unterschiedlicher sein.

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