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THW Kiel Sehnsucht nach der Meisterschale
Sport THW Kiel Sehnsucht nach der Meisterschale
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17:50 13.08.2019
Von Tamo Schwarz
Viktor Szilagyi (links) kehrte 2018 als Sportlicher Leiter zum THW Kiel zurück, für den er als Aktiver schon gespielt hatte. Seit Juli führt er gemeinsam mit Sabine Holdorf-Schust die Geschäfte der Zebras. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Herr Szilagyi, welche Ziele hat sich der THW Kiel für die neue Saison gesteckt?
Viktor Szilagyi: Wir wollen im DHB-Pokal und in der Champions League jeweils das Final Four erreichen. Unsere Mannschaft ist stark genug, um nach Köln zu kommen. In der Bundesliga ist das Top-Ziel, sich wieder für die Champions League zu qualifizieren. Es gibt sicher eine große Sehnsucht, die Meisterschale wieder nach Kiel zu holen. Aber wir sind noch nicht in der Situation, das so forsch anzugehen. Das hat auch mit Respekt vor der Konkurrenz zu tun. Ich sehe mit Flensburg, den Löwen, Melsungen, Magdeburg, den Füchsen Berlin und uns sechs Mannschaften oben in der Tabelle.

Mit der Teilnahme an der Königsklasse nimmt auch die Belastung wieder zu. Wie begegnen Sie dem?
Ich nenne es nicht Belastung, sondern eine riesengroße Herausforderung, für die wir die ganze vergangene Saison gekämpft haben. Wir wollen dem mit noch mehr Professionalisierung begegnen. Da spielen das Trainingszentrum und die Trainingssteuerung mit hinein, da geht es um Regenerationszeiten. Das Thema Reisen, die Abstimmung zwischen Bundesliga und Champions League, die Hallenverfügbarkeiten, TV-Verträge - die Planung ist ein sehr weites Feld. Unsere Reisen sind schon fast optimiert. Aber wir hatten nicht unbedingt Glück bei der Auslosung mit Spielen in Weißrussland oder der Ukraine. Diese Spielorte sind nicht unbedingt leicht zu erreichen. Wenn nötig, werden wir auf Charterflüge ausweichen. Leider gibt es keine 48-Stunden-Regel, und so werden Spiele kurz hintereinander leider in dieser Saison keine absoluten Ausnahmen bleiben. So spielen wir beispielsweise am 19. September donnerstags abends beim Bergischen HC in Wuppertal und gleich am Sonnabendnachmittag in Veszprém. Das ist nicht zufriedenstellend, und ich hoffe, dass es sich 2020 im neuen Modus bessert. Die Optimierung der Reisen und Regenerationszeiten gehören somit zur Prävention. Der Schlüssel für Köln ist meiner Meinung nach eine gute Gruppenphase und die daraus resultierende gute Ausgangsposition.

Am Saisonende laufen die Verträge von Domagoj Duvnjak, Rune Dahmke, Magnus Landin und Ole Rahmel aus. Wie ist der Stand der Verhandlungen?
Wir sind mit allen Spielern in Gesprächen, aber in vier sehr unterschiedlichen Phasen. Bei dem einen oder anderen wird es sehr bald schon eine Entscheidung zu verkünden geben.
Interview: Tamo Schwarz

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