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THW Kiel THW Kiel erspielt sich ein Polster
Sport THW Kiel THW Kiel erspielt sich ein Polster
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19:17 18.11.2018
Von Merle Schaack
Foto: Kiels Rune Dahmke (l-r), Lukas Nilsson und Patrick Wiencek jubeln. 
Kiels Rune Dahmke (l-r), Lukas Nilsson und Patrick Wiencek jubeln.  Quelle: Frank Molter/dpa
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Kiel

Kommenden Sonntag entscheidet sich beim Rückspiel in Norwegen, ob die Zebras im K.O.-Duell die Nase vorne behalten und in die Gruppenphase des Europapokals einziehen. 

Beste Werfer bei den Kielern waren zwei Tage nach seinem 22. Geburtstag der Schwede Lukas Nilsson, sein Landsmann Niclas Ekberg und Kreisläufer Hendrik Pekeler (alle 5 Tore). Zu den Matchwinnern zählte auch Kiels Torwart Andreas Wolff mit 18 Paraden. Bei den Gästen traf Linksaußen Adrian Aalberg sechsmal.

Dieses Jahr keine Champions League

Zum ersten Mal seit 14 Jahren geht der THW Kiel nicht in der Champions League an den Start, sondern stieg in der dritten Qualifikationsrunde des EHF-Cups in den internationalen Wettbewerb ein. Bei ihrem bislang letzten Start in diesem Wettbewerb holten die Kieler den Titel.

Das Kräfteverhältnis zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem norwegischen Pokalsieger und Liga-Fünften brachte der Norweger und Ex-Kieler Frode Hagen vor der Partie auf den Punkt: „In diesem Duell spielen Amateure gegen Profis - aber im Handball ist vieles möglich“, sagte der 44-Jährige, der mit dem THW Kiel 2005 und 2006 deutscher Meister wurde.

THW tat sich zunächst schwer

Das zeigte sich auch in der ersten Halbzeit. Der THW, bei dem Marko Vujin erstmals nach seinem urologischen Eingriff wieder über eine ganze Halbzeit im rechten Rückraum angreifen durfte, tat sich unerwartet schwer mit den Gästen. Zwar hatten die Kieler in Andreas Wolff (8 Paraden in der ersten Halbzeit) den besseren Torhüter. Sein Gegenüber, der wegen Verletzungspech reaktivierte 38-jährige Goran Rajkovic, bekam zwölf Minuten lang keine Hand an den Ball. Da waren die Zebras, angeführt von Lukas Nilsson auf 7:4 davon gezogen. 

Zur Begrüßung für Drammens zweiten Keeper, Sander Sebastian Akerlie, gab es einen Kopftreffer von Vujin. Auch einen Angriff später scheiterte der Serbe frei vom Kreis an Akerlie. 

Norweger blieben am Ball

Die Norweger, die das erste Mal seit fünf Jahren wieder auf internationaler Bühne antreten, waren nicht abzuschütteln. Immer wieder fanden sie einen Weg durch die 3:2:1-Abwehr der Kieler, hatten beim 8:7 die Chance auf den Ausgleich, den aber Wolff mit einer seiner zahlreichen Paraden gegen den Halblinken Ola Romsaas verhinderte. 

Bei den Kielern, bei denen Miha Zarabec in der ersten Halbzeit Regie führte, kam im Angriff auch Pech dazu. Viermal trafen sie Pfosten oder Latte und gingen so nur mit einem knappen 16:14-Vorsprung in die Pause.

Und danach gelang dem THW, was zuvor gefehlt hatte: An einer beweglichen und gedanklich schnelleren Abwehr zerschellte der Angriff der Norweger. Und waren es nicht Duvnjaks Finger, die die Bälle aufhielten, stand da noch Andreas Wolff im Tor. Auf das erste Tor im zweiten Durchgang musste Drammen neun Minuten warten. Da waren die Kieler schon Gegenstoß um Gegenstoß auf 22:14 (39.) davon gezogen. Das Spiel war entschieden.

Statistik

THW Kiel: Wolff (1.-60. Minute/18 Paraden), N. Landin (bei einem 7m/0) – Duvnjak 3, Reinkind 2, M. Landin n.e., Firnhaber n.e., Kristjánsson n.e., Weinhold, Wiencek 4, Ekberg 5/2, Rahmel 4, Dahmke 2, Zarabec 2, Vujin 2, Pekeler 5, Nilsson 5.

Drammen HK: Rajkovic (1.-12. Minute/0 Paraden), Akerlie (ab 12./13) – Skifjeld Alm 1, Spanne 1, Johannesen 1, Raastad-Hoel n.e., Aalberg 6, Hykkerud 5, Romsaas 2, Boilesen 3, Sørheim n.e., Våg, Horgen 3/3, Thorsbye, Borch 1.

Schiedsrichter: Brkic/Jusufhodzic (Österreich) – Strafminuten: THW 6 (Ekberg, Pekeler, Rahmel), DHK 2 (Horgen) – Siebenmeter: THW 3/2 (Ekberg scheitert an Akerlie), DHK 3/3 – Spielfilm: 2:1, 4:4 (7.), 7:4, 8:7 (15.), 11:10, 15:11 (26.), 16:14 – 22:14 (39.), 25:15, 27:17 (47.), 30:19, 32:20 (55.), 34:23 – Zuschauer: 6865 in der Kieler Sparkassen-Arena.

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