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THW Kiel Die fünfeinhalb Jahre haben mich geprägt
Sport THW Kiel Die fünfeinhalb Jahre haben mich geprägt
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08:00 14.11.2018
Von Tamo Schwarz
Foto: War fünfeinhalb Jahre beim BHC: Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel.
War fünfeinhalb Jahre beim BHC: Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel. Quelle: Sascha Klahn
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Herr Szilagyi, sind Sie sehr überrascht, dass der BHC als Aufsteiger nach zwölf Spielen auf Platz fünf der Handball-Bundesliga steht?

Viktor Szilagyi: Überrascht hieße ja, dass ich es dem Bergischen HC nicht zugetraut hätte. Ich sehe es mit Freude, wie gut es nach dem Aufstieg läuft. Diese Konstanz und Stabilität ist nicht selbstverständlich für einen Aufsteiger.

Erntet der Klub jetzt auch die Früchte Ihrer Arbeit?

Das war immer Teamarbeit. Trainer und Vereinsführung sind heute noch identisch, mit vielen Akteuren habe ich selbst noch gespielt oder intensiv gearbeitet. Ich hatte schon bei meinem Weggang das Gefühl, dass der Verein auf einem guten Weg ist. Wir konnten damals trotz des Abstieges hochklassige Spieler überzeugen, den Weg auch durch die Zweite Liga mit uns zu gehen. Jetzt ist es ein eingespieltes Team, das ist viel wert.

Der BHC hat jetzt schon mehr Punkte (16:8, d. Red.), als in der Vorsaison für den Nichtabstieg nötig waren. Was ist das Geheimrezept des Vereins?

Der Zusammenhalt und der Wille, etwas zu bewegen. Das fängt bei der Vereinsführung mit Jörg Föste und Philipp Tychy an, die Tag und Nacht alles für den BHC tun. Und geht beim Trainer Sebastian Hinze weiter, der ein akribischer Arbeiter ist, ein großes Fachwissen hat. Das passt einfach. Und in Krisenzeiten bewahren die Verantwortlichen die Ruhe.

Eine Qualität, die Sie mit nach Kiel transportiert haben?

Ruhe heißt ja nicht, nicht tätig zu sein, sondern auf alle Signale zu achten, im Hintergrund zu wirken. Man war beim BHC intern immer eine Einheit, Negatives von außen prallte ab. Die Erfahrungen der fünfeinhalb Jahre dort haben mich geprägt.

Der Star beim BHC ist die Mannschaft?

Die Geschlossenheit. Jeder kennt seine Rolle. Die Mannschaft hat unterschiedliche Typen, sehr viel Erfahrung mit Spielern wie Csaba Szücs oder Arnor Gunnarsson. Es ist nie alles von einem abhängig. Jeder Ausfall ist trotzdem eine enorme Schwächung. Eine Verletzung wie jetzt die von Maciej Majdzinski, mit dem ich zusammengespielt habe, geht mir auch persönlich sehr nah.

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