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THW Kiel THW Kiel zwischen Barcelona und Paris
Sport THW Kiel THW Kiel zwischen Barcelona und Paris
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07:18 13.08.2019
Von Tamo Schwarz
Liebe zum Detail: THW-Chefcoach Filip Jicha hat genaue Vorstellungen, in welche Richtung sich das Spiel seiner Mannschaft entwickeln soll. Quelle: Sascha Klahn
Köln

Beim „Rewe Cup“ gibt sich das Weltklasse-Team von Paris Saint-Germain die Ehre. Das (gegnerische) Niveau steigt, nach dem FC Barcelona der nächste Hochkaräter.

Paris kommt mit Thierry Omeyer

THW-Kapitän Domagoj Duvnjak freut sich auf eine „echte Standortbestimmung“ vor dem Pflichtspielauftakt der neuen Saison, wenn der THW am kommenden Wochenende im First Four im DHB-Pokal bei Eintracht Baunatal antritt. Paris reist nicht nur mit seinem kompletten Starensemble – darunter auch Zebra in spe Sander Sagosen – an der Förde an, sondern auch mit einem alten Bekannten: Thierry Omeyer. Der 42-jährige ehemalige THW-Torwart bekleidet bei PSG mittlerweile das Amt des Sport-Koordinators.

Steffen Weinhold sieht "gute Ansätze"

Altenholz, Lübeck-Schwartau, Steiermark, Ystad, Dormagen, Barcelona – ein Testspielsieg reiht sich an den nächsten. Und dennoch sagte THW-Routinier Steffen Weinhold nach dem 33:29 gegen die Katalanen am Sonntag am Rhein: „Genau weiß ich nicht, wo wir stehen, das ist jedes Jahr wieder schwer zu sagen.“ Der 33 Jahre alte Rückraumspieler spürt noch schwere Beine als Spätfolge des Trainingslagers, umreißt klar den Hauptfokus („Wir wollen viel laufen, mehr aus unserer zweiten Welle machen als letzte Saison“) und sieht neben „guten Ansätzen“ auch noch „Abstimmungsprobleme, zum Beispiel bei den Anlaufwegen“.

Ein Routinier wie Weinhold weiß, dass sich auch im Saisonverlauf noch vieles finden muss, beobachtet einen akribisch und detailliert arbeitenden Trainer Filip Jicha, der im Sommer das Amt von Alfred Gislason übernommen hat. Weinhold: „Alfred hat in der Vorbereitung auch sehr detailliert gearbeitet. Filip wiederholt einige Dinge, vertieft an anderer Stelle. Was uns jetzt nur noch fehlt, ist die Spritzigkeit.“

Viel Lob für Torwart Dario Quenstedt

Für so manches Ohh und Ahh von den Rängen sorgte am Sonntag auch Torwart Dario Quenstedt, der sieben – zum Teil freie Bälle – sehenswert parierte. „Das überrascht mich nicht, das haben wir von ihm erwartet und vertrauen ihm“, sagte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi nach der Begegnung. Lob gab es auch von Chefcoach Jicha: „Dario ist in Top-Verfassung. Er arbeitet sehr hart an sich, ich bin sehr zufrieden damit. Ich bin froh, dass er bei uns ist.“

Der 29-Jährige selbst äußerte sich nach seiner Leistung in Köln bescheiden: „Nach dem Trainingslager bin ich wieder im Vollbesitz meiner Kräfte. Aber perfekt war das noch nicht. Eher ordentlich.“ Zwar sei das Zusammenspiel mit der Abwehr „schon ganz gut“. Dennoch freue sich Quenstedt über jeglichen Input, den er vom Trainerteam, insbesondere auch Torwarttrainer Mattias Andersson, bekomme. „Das ist genau das, was ich mir von dem Wechsel nach Kiel und für meine Weiterentwicklung versprochen habe.“

Nächster Schritt am Mittwoch, nächster Gegner Paris, nächste Standortbestimmung. „Das Spiel gegen Barcelona hat seinen Zweck erfüllt“, so Jicha nüchtern. „Für sie war es erst das erste Testspiel der Saison. Paris ist in seiner Entwicklung noch weiter. Das werden wieder andere Reize.“

Lesen Sie mehr zum THW Kiel hier.

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