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THW Kiel Serien-Hype beim THW Kiel
Sport THW Kiel Serien-Hype beim THW Kiel
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19:35 06.02.2019
Von Tamo Schwarz
Harte Arbeit beim 28:26 im Hinspiel: Zebra Miha Zarabec (Mitte) kann sich gegen die Göppinger Jacob Bagersted (links) und Tim Kneule durchsetzen und kommt zum Wurf. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Die Marschroute nach sechswöchiger WM-Pause lautet: „Uns schnell zusammenfinden, konzentriert sein, richtig gut spielen“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason. Der Kieler Rausch in Reihe (Platz zwei/34:4 Punkte) trifft auf den Hohenstaufen-Höhenflug, der Frisch Auf mit einer Ausbeute von 14:4 Punkten seit der 26:28-Niederlage in Kiel im November und Dezember bis auf Platz sieben (22:16) katapultierte. Zugegeben, der knappe Sieg am 11. November gestaltete sich für den THW als hartes Stück Arbeit aus der Kategorie „nicht schön, aber erfolgreich“. Zum Rückspiel in der EWS Arena, für das am Mittwoch bereits mehr als 4800 Karten verkauft und nur noch Stehplatztickets erhältlich waren, reiste der Rekordmeister am Mittwoch via Hamburg und Stuttgart mit gehörigem WM-Rückenwind.

So kehrten Niklas und Magnus Landin mit Gold dekoriert zurück in die Zebraherde (Gislason: „Dänemark ist verdient Weltmeister geworden“), Harald Reinkind mit einer Silbermedaille, und auch das Wirken der anderen Kieler Akteure beobachtete Alfred Gislason mit viel Freude, urteilte über das Abschneiden der Deutschen: „Ich war sehr stolz auf meine Jungs. Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler haben überragend in der Abwehr gespielt.“

Hendrik Pekeler trat die Reise nach Göppingen grippegeschwächt an

Apropos: Kreisläufer Pekeler hat seine Brustmuskelzerrung zwar auskuriert, trat die Reise nach Baden-Württemberg allerdings grippegeschwächt an. Auch Steffen Weinhold (Adduktorenzerrung) ist wieder an Bord. Linksaußen Rune Dahmke, der als WM-Tourist nur das Spiel der Deutschen gegen Russland in Berlin live verfolgte und ansonsten in der Heimat trainierte, freut sich über eine „super Stimmung“ im wiedervereinten Kader: „Am ersten Tag war die Freude richtig groß. Und auch wenn mein Herz für Deutschland schlägt, finde ich es natürlich für Niklas und Magnus toll, dass sie bei ihrer WM zu Hause Gold gewonnen haben.“ Schnell sei dennoch der Alltag wieder eingekehrt. „Und irgendwie“, so Dahmke, „passt es ja auch zu uns, dass wir jetzt gleich wieder sechs Tage am Stück unterwegs sind.“ Am Freitag wird die Mannschaft von Alfred Gislason noch in Göppingen trainieren und dann via Stuttgart per Flieger den Weg nach Spanien antreten. Am Sonntag (19.30 Uhr) starten die Zebras bei BM Granollers in die Gruppenphase des EHF-Cups.

Während der THW im Januar auf zwölf WM-Fahrer verzichten musste, sorgte eine Verletzten- und Krankheitswelle bei Frisch Auf sogar für eine Absage des finalen Testspiels gegen den Zweitligisten HSC Coburg am 31. Januar. Licht am Ende des Tunnels: Der dänische Neuzugang Tim Sørensen steht nach überstandenen Achillessehnenproblemen vor seinem ersten Einsatz für Göppingen überhaupt. Hinter dem Einsatz von Landsmann Jacob Bagersted (Rückenprobleme), Shootingstar Sebastian Heymann (Ellenbogen), Linkshänder Nemanja Zelenovic (Knie) sowie Spielmacher Tim Kneule (Hand) standen am Mittwoch noch Fragezeichen. Besonders Nationalspieler Kneule bezeichnet Gislason als „absoluten Schlüsselspieler“. „Wenn wir eine komplette, gute Vorbereitung gehabt hätten“, sagt Frisch-Auf-Coach Hartmut Mayerhoffer, „wäre es ein guter Zeitpunkt, um gegen den THW zu spielen. Jetzt gilt es, in den Wettkampfmodus umzustellen.“

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