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THW Kiel Supercup verspricht ein Prestige-Duell
Sport THW Kiel Supercup verspricht ein Prestige-Duell
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08:02 21.08.2012
Von Wolf Paarmann
Vorige Woche konnte die SG Flensburg-Handewitt beim "Unser Norden Cup" den THW Kiel bezwingen.
Kiel/München

„Das wird eine Retro-Veranstaltung“, sagte Frank Bohmann, Geschäftsführer der HBL, der auf turbulente Tage zurückblickt. Nachdem die Münchner Olympiahalle wegen eines Dachschadens überraschend als Austragungsort passen musste, waren die Veranstalter, die bereits 6000 Karten verkauft hatten, gezwungen, kurzfristig Ersatz zu finden. Mit der benachbarten Eissporthalle, deren Tribünen überwiegend aus Stehplätzen bestehen, fand sich lediglich eine Notlösung.

„Wir haben mit fast jedem Besucher persönlich gesprochen“, sagte Bohmann. „Schließlich mussten Sitzplätze in einer guten Halle gegen Stehplätze in einer schlechten getauscht werden.“ Gegenüber KN-online stellte Bohmann den Standort München nach dieser neuerlichen Panne als Rahmen für den Supercup grundsätzlich in Frage. „Die Verträge laufen aus. Wir werden im Herbst entscheiden, Alternativen gibt es genug.“

Alfred Gislason stört sich nicht daran, dass der Rahmen außergewöhnlich sein wird. „Wichtig ist, dass das Feld die richtige Größe hat. Und an jedem Ende sollte ein Tor stehen“, sagte der THW-Trainer, der heute mit seinem kompletten Kader nach München fliegt. Sicher, der Supercup sei der letzte Test vor dem Liga-Auftakt am Sonnabend in Gummersbach, „aber ich kann es mir nicht erlauben, dieses Spiel in erster Linie für die Neuen zu nutzen“.

Es geht ums Prestige. Einen Supercup muss der Rekordmeister nicht gewinnen, um seine stattliche Pokalsammlung entscheidend zu erweitern. Aber verlieren will er ihn auch nicht. Und auf gar keinen Fall gegen den wiedererstarkten Erzrivalen. „Die Flensburger haben den Vorteil, dass ihre Neuzugänge die komplette Vorbereitung mitmachen konnten“, sagte Gislason. „Das war bei uns nicht der Fall.“ Die SG hat sich mit dem deutschen Nationalspieler Steffen Weinhold (Großwallstadt) und dem Routinier Maik Machulla (Hamm) verstärkt. Zudem konnte der dreifach am Knöchel operierte Holger Glandorf am Sonnabend sein Comeback für die SG geben, die zuletzt im Endspiel um den DHB-Pokal die zwölfte Pflichtspiel-Niederlage in Folge gegen die „Zebras“ kassiert hatte.

THW Kiel: Omeyer, Palicka – Ilic, Jicha, Narcisse, Palmarsson, Vujin, Zeitz, Klein, Sigurdsson, Sprenger, Ahlm, Toft Hansen, Wiencek – Trainer: Alfred Gislason (52).

Flensburg-Handewitt: Andersson, Rasmussen – Djordjic, Karlsson, Kaufmann, Machulla, Mogensen, Glandorf, Weinhold, Eggert, Voigt, Svan Hansen, Dibbert, Heinl, Knudsen – Trainer: Ljubomir Vranjes (38).

Schiedsrichter: Felix Baumgart/Sascha Wild (TuS Altenheim) – Modus: Sollte es nach 60 Minuten keinen Sieger geben, wird der Supercup im Siebenmeterwerfen entschieden.

Anpfiff: 20.15 Uhr in der Münchner Eissporthalle.