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THW Kiel Mattias Zachrisson ist die Allzweckwaffe
Sport THW Kiel Mattias Zachrisson ist die Allzweckwaffe
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20:04 16.04.2019
Von Merle Schaack
Eine andere Gewichtsklasse: Mit seinen 1,78 Metern hat Mattias Zachrisson (grünes Trikot) es gegen die THW-Abwehr, hier mit Domagoj Duvnjak (li.) und Nikola Bilyk, nicht leicht. Trotzdem spielt er gerne im Rückraum und hofft auf seinen ersten Sieg gegen die Zebras. Quelle: Axel Heimken/dpa
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Berlin

Seit fast neun Jahren warten die Füchse Berlin auf einen Sieg über den THW Kiel. Zuletzt unterlagen sie dem Handball-Rekordmeister im Pokal-Halbfinale mit 22:24. Gerade einmal zwölf Tage ist das her, wenn die beiden Mannschaften am Donnerstag in der Liga aufeinander treffen. Mattias Zachrisson, einer der dienstältesten Füchse, sieht einen gelungenen Zeitpunkt für eine Revanche.

Der Schwede spielt seine sechste Saison in Berlin und ist zur Allzweckwaffe von Trainer Velimir Petkovic geworden. Im Pokal-Halbfinale gegen den THW Kiel übernahm er zwischenzeitlich die Regie auf der Rückraum-Mitte, wechselte dann auf die halbrechte Position. Auf seinem Stammplatz auf Rechtsaußen tauchte der 28-Jährige in den letzten eineinhalb Jahren eher selten auf. Stattdessen gab es im EHF-Cup-Spiel gegen St. Raphael eine ganz neue Herausforderung: Plötzlich stand der Linkshänder für eine Viertelstunde am Kreis. Eine Position, auf der das 1,78 Meter große Kraftpaket noch nie gespielt hatte.

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Überraschung für den Gegner

„Ich spiele, wo der Trainer es mir sagt“, sagt er, der bei seinem Stammverein Eskilstuna Guif in Schweden auch im rechten Rückraum beheimatet war. Inzwischen schaltet Zachrisson auch innerhalb eines Spiels mehrfach um, springt immer ein, wenn jemand eine Pause braucht.

„Vielleicht überrascht das den Gegner manchmal“, sagt er. „Für mich ist es aber nicht leicht, Kontinuität in mein Spiel zu bekommen, wenn ich erst fünf Minuten auf Außen und dann fünf Minuten im Rückraum spiele.“ Beklagen will er sich über seine Rolle aber nicht. „Beides macht Spaß.“

Pokal-Pleite ist abgehakt

Die Pokal-Niederlage gegen den THW Kiel hat der Schwede längst abgehakt. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit zurück gekämpft und waren nah dran. Wir haben gezeigt, dass wir den THW schlagen können“, sagt er.

In seinen sechs Bundesliga-Jahren bei den Füchsen ist ihm das allerdings noch nie gelungen. Für Donnerstag haben die Füchse noch einmal aufgerüstet und die Max-Schmeling-Halle zum ersten Mal seit 2008 mit einer Zusatztribüne auf 10.000 Plätze aufgestockt. Alle Tickets sind verkauft.

Nur Merkel bekommt noch eine Karte

„Außer für Angela Merkel hätte ich keine einzige Karte mehr“, sagt Füchse-Manager Bob Hanning. Die Füchse blasen zur Zebra-Jagd, allen voran Zachrisson. „Für uns ist jeder Punkt so wichtig wie für den THW“, sagt er. Um nächste Saison in einem europäischen Wettbewerb dabei zu sein, müssen die Füchse es auf Tabellenplatz vier oder fünf schaffen. Derzeit stehen sie mit zwei Punkten Rückstand auf die MT Melsungen auf Rang sechs.

„Es wäre ein guter Zeitpunkt für meinen ersten Sieg gegen den THW Kiel“, findet Zachrisson. Auf welcher Position er am Donnerstag spielen wird, weiß er noch nicht. Auch Trainer Petkovic will sich nicht in die Karten gucken lassen. „Ich bin froh, wenn ich nicht improvisieren muss. Alles andere beantworte ich nach dem Spiel“, sagt er. Eines ist für Zachrisson aber sicher: „Ins Tor gehe ich nicht.“

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