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THW Kiel Die ultimative Herausforderung
Sport THW Kiel Die ultimative Herausforderung
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20:12 24.05.2019
Von Tamo Schwarz
Foto: Seit 2015 ist Frank Carstens Trainer bei GWD Minden und will sich mittelfristig im einstelligen Tabellenbereich der Handball-Bundesliga etablieren.
Seit 2015 ist Frank Carstens Trainer bei GWD Minden und will sich mittelfristig im einstelligen Tabellenbereich der Handball-Bundesliga etablieren. Quelle: imago/Noah Wedel
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Alles gut bei GWD. Eigentlich. Zähneknirschend sagt Carstens im Gespräch mit unserer Zeitung: „Wäre das letzte Spiel nicht gewesen. Die Niederlage gegen Leipzig tut weh.“ Tut weh, weil sich die Ostwestfalen nach zwei zwölften Plätzen und 26 Punkten in der Vorsaison einen weiteren Schritt nach oben vorgenommen hatten. Bei noch drei ausstehenden Spielen, rangiert GWD allerdings momentan auf Rang zwölf (25:37 Punkte).

Verjüngungsprozess bei GWD wurde eingeleitet

„Ein neuer Punkterekord wird schwierig“, weiß Carstens, spielt an auf das Restprogramm mit den Begegnungen in Kiel, gegen den Bergischen HC und bei den Eulen Ludwigshafen. Nichtsdestotrotz, das primäre Ziel Klassenerhalt wurde frühzeitig erreicht, und für den mittelfristig angestrebten Sprung in einstellige Regionen ist der (erneute) Verjüngungsprozess bereits eingeleitet. Rückblickend hadert der 47-jährige Chefcoach: „Einstellig war möglich, aber dann kam die Krise um Weihnachten. Da haben wir nicht viel richtig gemacht.“

Doder und Zvizej verlassen den Klub

Vieles richtig machen die Mindener im Bereich Trainingssteuerung und Periodisierung, blieben zuletzt von größeren Verletzungskrisen verschont und können auch am Sonntag in Kiel aus dem Vollen schöpfen. So wird Torhüter Espen Christensen (Muskelfaserriss) in Kiel am Sonntag ebenso mit dabei sein wie der zuletzt gegen Leipzig angeschlagen fehlende Linkshänder Andreas Cederholm. Der 29-Jährige, der sich dem TBV Lemgo anschließt, ist einer von drei Schweden, die den Verein verlassen werden. Kreisläufer Anton Månsson (Olympic/Viking Helsingborg HK) und Dalibor Doder (Ystads IF) kehren beide in ihre schwedische Heimat zurück. Ex-Zebra Kim Sonne Hansen (C’Chartres Métropole Handball/Frankreich) und Linksaußen Luka Zvizej (Rückkehr nach Slowenien) komplettieren die Liste der Abgänge.

Semisch und Reißky kommen von den Füchsen

Ohne Doder (40) und Zvizej (38) wird der Altersdurchschnitt bei GWD dramatisch sinken. Für Ersatz ist bereits gesorgt. Von den Füchsen Berlin kommen Torhüter Malte Semisch (26) und Rückraum-Rechtshänder Christoph Reißky (23). Die Lücke von Månsson am Kreis soll der Schweizer Lucas Meister (22/Kadetten Schaffhausen) schließen, die von Zvizej auf Linksaußen Joscha Ritterbach (25/Frisch Auf Göppingen). 

„Wir haben in den letzten Jahren gut ausgesehen in Kiel, vor zwei Jahren sogar gepunktet“, erinnert sich Carstens. Das 23:23 seiner Mannschaft im April 2017 in Kiel werde „in den Köpfen sein“. Und auch wenn Carstens Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt momentan als „geerdet und ihrer Aufgabe bewusst“ wahrnimmt, weiß er: „Dem THW ist immer alles zuzutrauen. Es wird bestimmt noch sehr spannend. Auch wenn Flensburg schon die konstanteste Mannschaft ist.“ Am Sonnabend macht sich der GWD-Tross auf den Weg in Richtung Kiel, um die ultimative Herausforderung an der Förde zu meistern.

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