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THW Kiel Drago Vukovic ist Dreh- und Angelpunkt
Sport THW Kiel Drago Vukovic ist Dreh- und Angelpunkt
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09:00 20.10.2018
Von Merle Schaack
Rückkehrer Drago Vukovic ist gleichermaßen Leistungs- wie Hoffnungsträger beim THW-Gegner VfL Gummersbach. Quelle: imago/foto2press/Oliver Zimmermann
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Gummersbach/Kiel

„Da hat mein Herz entschieden“, sagt Vukovic, der mit den Oberbergischen zwischen 2008 und 2011 drei Europapokal-Siege feierte. Als dem Verein wegen einer Liquiditätslücke von mehr als zwei Millionen Euro der Lizenzentzug drohte, wechselte der Mittelmann, damals das Herzstück der Mannschaft, vorzeitig zum TuS N-Lübbecke und nach vier Jahren dort 2015 zu den Füchsen Berlin.

In der Hauptstadt plagte er sich jedoch mit Verletzungen. In seinem zweiten Jahr an der Spree musste er sich einer Schulter-Operation unterziehen, quälte sich in acht Monaten Reha wieder zurück. „Meiner Schulter geht es jetzt wieder gut“, sagt er heute. Nach der Zwangspause blieb er in Berlin aber Abwehrspezialist.

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Mehr Verantwortung beim VfL

Ganz anders in Gummersbach. Hier soll Vukovic am besten alles machen: Tore werfen, die Abwehr organisieren, die vielen jungen Spieler im Kader an die Hand nehmen. „Ich wusste, was hier auf mich zukommt“, sagt er. „Aber ich muss selbst erst wieder viel lernen – zum Beispiel im Angriff.“

Dennoch ist er schon Dreh- und Angelpunkt der Mannschaft, die mit Rechtsaußen Pierre Busch und Rückraumspieler Yonatan Dayan zwei 18-Jährige sowie mit Luis Villgrattner (Linksaußen) und Albin Xhafolli (Rechtsaußen) Aus dem Jahrgang 1998 vier deutsche Talente zählt.

Auch sie nimmt Vukovic in die Pflicht. „Wir haben nur einen Stamm von sieben, acht erfahrenen Leuten. Manchmal muss da einfach mehr von der Bank kommen“, sagt er, der neben dem iranischen Mittelmann Nezhad Pouya Norouzi und dem ebenfalls erst 20-jährigen kroatischen Halbrechten Ivan Martinovic den runderneuerten Rückraum bildet.

Der ideale Kapitän

„Manchmal wünsche ich mir ein Funk-Headset wie die Schiedsrichter es haben. Aber dann wird mir klar, dass es auch nicht hilft, wenn ich jedem Spieler immer sage, wann er blocken oder werfen soll. Das müssen sie selbst lernen“, sagt er lachend. „Dafür bespreche ich mit ihnen nach dem Spiel, was gut oder schlecht war.“

Für Trainer Denis Bahtijarevic ist er der ideale Kapitän. „Ich brauche keinen Kapitän, der nur auf Fotos in der Zeitung auftaucht, sondern einen, der klare Worte findet“, sagt er. „Drago spielt bei uns eine ganz wichtige Rolle.“

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