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THW Kiel VfL Gummersbach kämpft gegen Abstieg
Sport THW Kiel VfL Gummersbach kämpft gegen Abstieg
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14:38 20.02.2019
Von Tamo Schwarz
Gummersbach-Keeper Carsten Lichtlein (links) gegen THW-Rechtsaußen Niclas Ekberg. Oldie Lichtlein trieb den THW Kiel besonders beim VfL-Heimsieg im November 2017 zur Verzweiflung. Quelle: imago/Claus Bergmann
Gummersbach

Denn aktuell steckt der zwölfmalige Meister, fünfmalige Pokalsieger und elfmalige Europapokalsieger, der am Donnerstag (19 Uhr, Schwalbe-Arena) den THW Kiel empfängt, mitten im Abstiegskampf. Gummersbach rangiert vor dem Match gegen den Rekordmeister und 20-maligen Titelträger mit 9:33 Punkten auf Rang 16 der Tabelle – damit trennen nur drei Zähler das Team von Trainer Denis Bahtijarevic von der SG BBM Bietigheim auf dem ersten Abstiegsplatz (17.). Seit der WM-Pause bekleckerte man sich zudem in eigener Halle beim 20:20 gegen die Eulen Ludwigshafen nicht gerade mit Ruhm und unterlag anschließend bei den Füchsen Berlin mit 19:25.

"Wir dürfen uns nicht durch Fehler verunsichern lassen. Kiel ist eine Mannschaft mit hoher individueller Klasse, die man immer wieder vor neue Aufgaben stellen muss, wenn man eine Chance haben will", fordert VfL-Keeper Matthias Puhle vor dem ungleichen Duell. Nicht verunsichern lassen, so wie in der Vorsaison, als dem VfL gegen die Zebras in eigener Halle am 23. November 2017 ein 31:27-Überraschungscoup gelang. Insbesondere Torwart-Oldie Carsten Lichtlein (38) und der ukrainische Halblinke Stanislav Zhukov mit sieben Treffern machten dem krisengeschüttelten THW damals das Leben schwer.

Die Tage von Carsten Lichtlein in Gummersbach sind gezählt

Lichtlein, auch so ein Bundesliga-Dino, dessen Tage in Gummersbach allerdings gezählt sind. Lichtlein wechselt nach sechs Jahren zum HC Erlangen, macht beim VfL Platz für den Kroaten Filip Ivic (Kielce). Ein weiterer Neuzugang ist dessen Landsmann Tin Kontrec. Der Kreisläufer kommt von RK Zagreb und ersetzt Moritz Preuß, den es nach Magdeburg zieht.

Eine wichtige Personalie ist zudem der Iraner Pouya Norouzi. Der 24-Jährige, derzeit mit 100 Toren bester VfL-Schütze, war von zahlreichen Klubs umworben, entschied sich jedoch dafür, bis 2021 bei den Oberbergischen zu bleiben. "Er hat für viel Aufmerksamkeit in der Bundesliga gesorgt, und deshalb lagen ihm zahlreiche Angebote von Vereinen vor, die sportlich deutlich besser dastehen als wir", sagte VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler. Der ehemalige Kieler wird ab dem 1. April voraussichtlich als alleinige Spitze für den Traditionsklub wirken, nachdem sein Geschäftsführer-Kollege Sebastian Glock erklärt hat, den VfL zu verlassen.

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