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THW Kiel Gebeutelter VfL wirft alles rein
Sport THW Kiel Gebeutelter VfL wirft alles rein
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16:08 28.03.2018
Von Niklas Schomburg
VfL-Kapitän Simon Ernst erlitt am vergangenen Donnerstag nur sechs Wochen nach seinem Comeback einen erneuten Kreuzbandriss. Quelle: Sascha Klahn
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Kiel

Am 23. November 2017 verloren die Zebras ebenso überraschend wie verdient mit 27:31 in der Schwalbe-Arena. Und das war sogar schmeichelhafter, als es sich zuvor angedeutet hatte: Mitte der zweiten Hälfte führte Gummersbach mit 27:18. „Wir haben mit dem VfL Gummersbach noch eine Rechnung offen. Die haben uns im Hinspiel verprügelt, das wollen wir jetzt umdrehen“, sagt THW-Kreisläufer Patrick Wiencek.

Der VfL musste am vergangenen Donnerstag eine Hiobsbotschaft verkraften. Kapitän Simon Ernst, gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen, zog sich in der Partie beim TBV Lemgo erneut einen Kreuzbandriss zu und wird wieder lange fehlen. „Das ist extrem tragisch, vor allem für Simon als Sportler und Mensch“, sagte Gummersbachs Sportlicher Leiter und Ex-Zebra Christoph Schindler. Ernst hatte erst am 8. Februar gegen den SC Magdeburg sein Comeback gegeben. Auch deshalb sagt Kreisläufer Moritz Preuß: „Natürlich sind unsere Chancen in Kiel zu gewinnen – gerade nach der Verletzung von Simon und sowieso bei unserem Verletzungspech – eher gering.“

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Neben Ernst und den weiteren Langzeitverletzten Marko Matic (Sprunggelenk), Kevin Schmidt (Knorpelschaden), Neuzugang Max Herrmann (Schulter) und Max Jaeger (Blinddarm) muss der VfL in Kiel wohl auch auf Spielmacher Josef Pujol verzichten, der an Spunggelenksproblemen laboriert. „Josef hat sich in den letzten beiden Spielen in den Dienst der Mannschaft gestellt und trotz seiner Probleme gespielt. Deshalb werden wir ihn gegen Kiel sehr wahrscheinlich schonen, so dass er sich für die noch wichtigeren Spiele nach Ostern vorbereiten kann“, erklärte Schindler. Gummersbach hat als Tabellen-15. nur vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze und mit dem TVB Stuttgart am 12. April einen direkten Konkurrenten vor der Brust, spielt im Mai auch noch gegen den 16. TuS N-Lübbecke.

VfL-Trainer Denis Bahtijarevic, der in der vergangenen Woche seinen Vertrag bei den Oberbergischen um zwei Jahre bis 2020 verlängert hatte, bleiben für den Auftritt in Kiel somit zwölf Spieler. „Nichtsdestotrotz werden wir nach Kiel fahren und versuchen, dort etwas zu reißen“, gibt sich Kreisläufer Preuß kämpferisch. „Man weiß nie! Vielleicht erwischen wir sie an einem schlechten Tag.“

Niklas Schomburg 27.03.2018
Niklas Schomburg 24.03.2018