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THW Kiel Zebras am Sonntag bei den Löwen
Sport THW Kiel Zebras am Sonntag bei den Löwen
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10:00 30.09.2017
Obligatorische Härte mit Patrick Wiencek (THW), Gedeon Guardiola (Löwen), Lukas Nilsson (THW) und Hendrik Pekeler (Löwen, von links): Wenn der THW Kiel und die Rhein-Neckar Löwen aufeinandertreffen, wird es selten gemütlich. Quelle: imago/Sven Simon
Kiel

Die Zebras sind massiv angeschlagen, doch auch der Titelverteidiger aus Baden hat nach dem Weggang von Kim Ekdahl du Rietz noch nicht wieder zu alter Souveränität gefunden, verlor das Spitzenspiel bei der SG Flensburg-Handewitt mit 22:27. Der Sechste empfängt den Neunten – eine Niederlage hätte für beide richtungweisenden Charakter.

„Natürlich ist es viel besser, jetzt mit einem Sieg im Rücken nach Mannheim zu fahren als mit vier Niederlagen in Folge“, sagt THW-Kreisläufer René Toft Hansen. Doch beim 27:26 am Mittwoch gegen Aalborg glänzten am Ende hauptsächlich die zwei Punkte gülden. „Wir müssen uns steigern, um eine Chance zu haben – in der Abwehr und im Angriff“, so Gislason, der auch weiß, dass seine Mannschaft im August beim 30:32 nach Siebenmeterwerfen im Supercup zwar „auf Augenhöhe“ gespielt habe, das Duell aber auch „lange her“ sei. „Die Löwen sind momentan einfach mit weniger Problemen unterwegs als wir. Aber wir werden Vollgas geben.“

Probleme, das ist weiterhin das Fehlen von Kapitän, Leitwolf und Ausnahme-Könner Domagoj Duvnjak, auf dessen Rückkehr sich Alfred Gislason. „womöglich schon in drei Wochen“ freut. Das war in dieser Woche aber auch der grippale Toft Hansen, der zum Wochenende im Training fehlte, während der gegen Aalborg nach seinem Zusammenprall in Kielce geschonte Niclas Ekberg wieder topfit ist. Und wie sollte es anders sein, auch vor diesem Kräftemessen von Löwen und Zebras geht es nicht ohne Zähnefletschen. Dass Gislason dem Gegner in der aktuellen Kieler Krise die Favoritenrolle zuspielt, bezeichnen die Badener auf ihrer Website als „Psychospielchen“. „Die Kieler legen sich jetzt auf den Rücken und stellen sich tot. Aber davon werden wir uns nicht täuschen lassen“, sagt Löwen-Kapitän Andy Schmid. „Sie werden mit allem kommen, was sie haben“, so der Kapitän, der am Sonntag mit seinem Team in eine „Horrorwoche“ mit anschließenden Spielen gegen Hannover (Dienstag), Hüttenberg (Donnerstag) und in Kristianstad (Sonnabend) startet.<EA>Gislason bleibt gelassen, analysiert ohne Kampfrhetorik, sieht in Schmid weiterhin den „phänomenalen Schlüsselspieler“. Auch der Verlust des überragenden Kim Ekdahl du Rietz sei, so der Kieler Chefcoach, bei den Löwen gut kompensiert: „Mads Mensah Larsen löst die Aufgabe auf Halblinks ganz anders als Ekdahl, aber er macht seine Sache auch sehr gut.“ Löwen gegen Zebras, am Sonntag um 15 Uhr – unter ganz anderen Vorzeichen.

Von Tamo Schwarz - Zebras am Sonntag bei den Löwen

Wo sind all die Leader hin? Wo sind sie geblieben? In der Teamhierarchie beim Handball-Rekordmeister THW Kiel ist ein Führungsvakuum entstanden. Kapitän Domagoj Duvnjak fehle, so Coach Alfred Gislason, „an allen Ecken und Enden“. Das 27:26 gegen Aalborg war ein Hoffnungsschimmer. Nicht viel mehr.

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