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THW Kiel Zebras: Alles gut, außer links
Sport THW Kiel Zebras: Alles gut, außer links
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16:18 01.09.2015
Von Tamo Schwarz
Momentan ist er beim THW Kiel die einzige Wahl auf Linksaußen. Kein Grund zur Sorge für Coach Alfred Gislason: In Dortmund beim 30:26-Auftaktsieg gegen den VfL Gummersbach sorgte Rune Dahmke (Mitte, dahinter Patrick Wiencek) für sechs Tore und jede Menge Jubelmomente. Quelle: saschaklahn.com
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„Die Mannschaft hat super trainiert, ich habe große Fortschritte gesehen“, sagte Alfred Gislason. Zehn Tage nutzte der THW nach dem Saisonauftakt in Dortmund gegen den VfL Gummersbach, um besonders die Neuzugänge wie Christian Dissinger und Erlend Mamelund im Rückraum weiter zu integrieren. Das scheint zusehends zu gelingen, und auch die neuen Torhüter Niklas Landin und Nikolas Katsigiannis bereiten dem THW-Coach bislang kein Kopfzerbrechen.

 Anders sieht es auf der Linksaußen-Position aus. Dominik Klein laboriert weiter an seinem Kreuzbandriss, Neuzugang Torsten Jansen bekam zuletzt zum zweiten Mal eine Rückenmarks-Spritze, wird vom Kieler Rücken-Spezialisten Prof. Dr. Ludger Gerdesmeyer an der Bandscheibe behandelt. Am Montag trainierte „Toto“ Jansen mit Athletik-Coach Hinrich Brockmann. „Ich habe das Gefühl, dass es besser wird und hoffe, dass ich in ein bis zwei Wochen wieder dabei sein kann“, sagte der 38-Jährige und gab zu, auch einen gewissen Druck zu verspüren: „Ich bin nicht nach Kiel gekommen, um Reha zu machen. Aber ich tue alles, um es zu beschleunigen.“

 Gerüchten, der THW habe Interesse an einer Verpflichtung von Dragos Oprea (33), der nach 13 Jahren keinen Vertrag mehr bei Frisch Auf Göppingen erhielt, traten sowohl Alfred Gislason als auch THW-Geschäftsführer Thorsten Storm entschieden entgegen. Zwar gestand Gislason: „Ewig darf dieser Zustand nicht anhalten.“ Doch Jansen solle „seine Chance bekommen“. „Wir sind locker und stehen nicht mit Oprea in Kontakt.“ Angesichts der derzeitigen Misere auf der linken Seite zeigte sich Gislason besonders angetan von der Leistung von Rune Dahmke in Dortmund. „Ich war sehr froh“, so der Isländer, nachdem „Alleinunterhalter“ Dahmke ein starkes Spiel auf Linksaußen und sechs Tore aufs Parkett gezaubert hatte. „Wir schreiben Torsten Jansen nicht ab“, sagte auch Thorsten Storm. Die Verpflichtung eines weiteren Neuzugangs wäre „der zweite Schritt vor dem ersten“.

 „Für ihn selbst ist die Situation besonders schwierig. Wir wollen ihm die Chance geben, bald wieder einzusteigen“, so Storm weiter. Eines steht jedenfalls fest: Mittwochabend wird der 22-jährige Dahmke erneut als einziger Linksaußen im Kader stehen und profitiert somit weiter unfreiwillig vom Verletzungspech der Kollegen. „Es ist schade für Toto, dass er der Mannschaft bisher nicht helfen konnte. Er ist bei fast jedem Training mit in der Halle, und natürlich stehen wir auch in Kontakt, auch wenn ich nicht jeden Tag mit der Frage nerven will, wie es ihm geht. Ich genieße trotzdem meine Spielzeit, auch wenn der Tag danach immer ein bisschen schwer ist“, sagt Dahmke. Neu ist die Belastung für den Youngster nicht. Schon am Ende der Vorsaison stand Dahmke die meiste Zeit auf dem Feld. Comeback-Neuzugang Henrik Lundström sorgte nur für punktuelle Entlastung. „Ich kenne das schon. Trotzdem ist es natürlich immer die Frage, wie lange das gutgeht.“

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