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THW Kiel „Das wird ein Herzschlagfinale“
Sport THW Kiel „Das wird ein Herzschlagfinale“
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00:28 15.05.2014
Von Freya M. Baier
Dieter Kasprzak, Roland und Marion Koch sowie Kirsten Cederberg (v. l.) zählen mittlerweile die Tore, die der THW Kiel aufholen muss. An die Meisterschaft glauben sie immer noch. Quelle: Sascha Klahn
Kiel

„Es ist noch alles drin. Umso mehr verletzt sind, umso stärker werden die anderen Spieler“, ist sich Hanne Pries sicher. Die aktuelle Situation erinnert sie so ein bisschen an die Saison 2006/2007, in der die Spieler des THW Kiel mit einem dezimierten Kader das Triple holten.

 Beate Lemke und Tochter Fenja rechnen sich ebenfalls noch Chancen aus. „Im Duell um die Meisterschaft braucht der THW allerdings Schützenhilfe von Melsungen und dem VfL Gummersbach“, meint Fenja, die seit 2007 eingefleischter THW-Fan ist und mit ihrer Mutter zum Auswärtsspiel nach Lübbecke fahren wird.

 Etwas zuversichtlicher in Sachen Meisterschale sind Harro und Margit Steiner. „Der THW hat ein leichtes Restprogramm und heute haben wir schon acht Tore aufgeholt. Das ist noch zu schaffen“, sind sich die beiden sicher.

 „Das wird ein Herzschlagfinale. Hut ab vor der Leistung der Jungs. Damit hätte ich zu Beginn der Saison nicht gerechnet,“ meint Martin Labudda. Seit sechs Jahren kommt er mit seinem Kumpel Sebastian Timm zu den Heimspielen der Zebras. „Der Fokus liegt ganz klar auf dem letzten Spiel. Kiel hat die Füchse schon öfters geschlagen. Am Ende haben unsere Jungs das bessere Torverhältnis. Selbst wenn Palmarsson ausfallen sollte, packen sie es noch. Vielleicht wird „Willi“ (Red. Jallouz), als Vertretung zum Helden“, philosophiert Sebastian Timm. Dass es ein Endspiel um die Meisterschaft gibt, glauben die beiden nicht.

 Auch Alex Weiß ist sich sicher, dass es kein Entscheidungsspiel geben wird. „Kiel wird Meister mit zwei Toren Vorsprung, und dann holen sie sich noch das Double.“

 Alexander Böttcher wäre einem Endspiel nicht abgeneigt. Seit zehn Jahren feuert er die Zebras an. „Ich würde mich freuen, wenn es zu einem Entscheidungsspiel käme. Das wäre sehr interessant. Sowohl Kiel als auch die Löwen hätten es verdient Meister zu werden.“

 Tore zählen hingegen Kirsten Cederberg, Dieter Kasprzak, Roland und Marion Koch. „Wir hoffen auf die Meisterschaft. Der THW hat gerade einen Lauf. Keiner hat mit so einem Spiel heute gerechnet. Entweder werden sie Meister oder Vizemeister“, so Kirsten Cederberg. Ob die Kieler auch noch die Champions League gewinnen können? Auch da sind sich die Freunde einig. „Die Tagesform wird ausschlaggebend sein“, meint Marion Koch.

 „Es könnte durchaus zu einem Endspiel kommen“, sagt hingegen Lars Cederberg. „Glück braucht der THW jetzt, um die Meisterschaft zu holen. Die Jungs kämpfen sowieso in jedem Spiel.“

 Seit 16 Jahren ist Bernd Piepenhagen Fan des THW Kiel. Für ihn zählt erst einmal nur die Champions-League-Qualifikation. „Alles andere ist Zugabe.“ An ein Endspiel glaubt auch er nicht. „Ich hoffe auf Kiel. Zurzeit sind sie gut drauf.“ Besonders ärgert er sich darüber, dass die Rhein-Neckar Löwen bereits am Mittwoch gegen die MT Melsungen spielt und der THW Kiel erst Sonntag gegen die TuS N-Lübbecke antritt. „Wieso ist es nicht wie im Fußball? Dort werden die letzten beiden Spieltage zeitgleich angepfiffen. Das wäre für alle fairer.“

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