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THW Kiel Rückendeckung für Trainer und Team
Sport THW Kiel Rückendeckung für Trainer und Team
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15:29 25.09.2017
Von Tamo Schwarz
Der Aufsichtsrat stellt sich hinter Trainer Alfred Gislason und die Spieler. Auch um Manager Thorsten Storm gebe es "keine Diskussion", heißt es. Quelle: Uwe Paesler (Archiv)
Kiel

„Wir sind alle fest davon überzeugt, dass Trainer und Mannschaft gemeinsam den Erfolg wiederfinden werden. Hier sehen wir keinen Handlungsbedarf“, sagte Reinhard Ziegenbein einen Tag nach der 21:32-Demontage in der Champions League bei KS Vive Kielce gegenüber den Kieler Nachrichten.

Der 61-jährige Vorsitzende des Gremiums, dem zudem Helmut Wünderlich, Frank Dahmke, Hartmut Winkelmann und als Vorsitzender des THW Kiel e.V. auch Olaf Berner angehören, sagte Alfred Gislason zudem die volle Unterstützung bei einer möglichen Suche nach einem sportpsychologischen Experten zu: „Wir werden alles tun, um die Zusammenarbeit zu stärken und haben dem Trainer gesagt, dass die wirtschaftlichen Grundlagen geschaffen sind, wenn die sportliche Seite eine mentale Unterstützung der Mannschaft für erforderlich hält“, sagte Ziegenbein weiter, der dem Aufsichtsrat bereits seit Juli 2009 angehört und im November 2014 den Vorsitz übernommen hatte.

Die Niederlage mit elf Toren Unterschied beim polnischen Rekordmeister Kielce war bereits die fünfte Niederlage der Zebras im zehnten Pflichtspiel der aktuellen Spielzeit. Mit drei Niederlagen in der Bundesliga und zwei Pleiten zum Auftakt in der Königsklasse hat der THW einen kapitalen Fehlstart in die Saison hingelegt und zuletzt auch bei der HSG Wetzlar (22:30) einen durch und durch verunsicherten Eindruck hinterlassen. Einen Mentaltrainer hat es beim Handball-Dino – anders als bei Fußball-Bundesligisten, wo Sportpsychologen fast obligatorisch zum Personal gehören – bis dato nicht gegeben. Dafür hat der Aufsichtsrat nun die finanziellen Rahmenbedingungen geschaffen.

In der Saison 2015/2016 hatte der THW Kiel zum ersten Mal seit 13 Jahren keinen Titel gewonnen, hatte in der Folgesaison zwar den Pokalsieg gefeiert, spielerisch jedoch noch weniger zu überzeugen gewusst. Vor der neuen Saison nun hatte THW-Geschäftsführer Thorsten Storm auch angesichts des abgeschlossenen sportlichen Umbruchs und einer glänzenden Vorbereitung den 21. Titelgewinn – den ersten seit 2015 – als Ziel ausgerufen. Ebenso wie Alfred Gislason steht Thorsten Storm derzeit bei den Fans des THW massiv in der Kritik, die seit geraumer Zeit den Rauswurf des Duos fordern. Zur Position des Geschäftsführers äußerte sich der Aufsichtsratsvorsitzende am Montag indes nicht. Es gebe, so Ziegenbein, keine Diskussion.

Der THW Kiel kommt einfach nicht raus aus der Krise: Beim polnischen Top-Klub Vive Kielce setzte es am Sonntagabend in der Handball-Champions-League die nächste empfindliche Pleite. Das klare 21:32 (11:18) war ein Sinnbild für die Verunsicherung der Zebras.

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