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THW Kiel Ein großes Derby in der Sparkassen-Arena
Sport THW Kiel Ein großes Derby in der Sparkassen-Arena
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07:43 15.05.2016
Von Tamo Schwarz
Applaus, Applaus! Zum sechsten Mal in dieser Saison treffen sich SG-Coach Ljubomir Vranjes (vorne) und THW-Trainer Alfred Gislason an der Seitenlinie. Quelle: imago
Kiel/Flensburg

Zwei, vier, sechs, 88. Zahlenspiele vor dem Landesderby in der Handball-Bundesliga zwischen dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt am Sonntag (17.30 Uhr) in der Kieler Sparkassen-Arena. „Ein großes Derby“, sagt THW-Linksaußen Dominik Klein. Sein letztes Derby nach zehn Jahren Kiel. Ein Derby, in dem es für die SG Flensburg-Handewitt vielleicht noch um die Meisterschaft geht. Für beide aber ganz bestimmt um Platz zwei in der Liga. Der berechtigt zur erneuten Teilnahme in der Champions League.

Zwei plus vier ...

THW-Anführer Domagoj Duvnjak macht eine ganz einfache Rechnung auf: „Viermal Bundesliga, zweimal Champions League – wir wollen noch sechsmal in dieser Saison gewinnen.“ Die Enttäuschung vom vergebenen „Big Point“ in Magdeburg? „Vergessen!“, sagt der kroatische Spielmacher. „Wir schauen nur noch nach vorne.“

... gleich sechs

Es ist bereits das sechste Aufeinandertreffen der beiden ewigen Kontrahenten in dieser Saison. Der bisherige Zwischenstand: 3:2 für die SG, die sich in Flensburg in der Bundesliga (30:25) und in der Champions League (37:27) durchsetzte und den THW in Kiel aus dem DHB-Pokal warf (34:27). Die Zebras behielten in Stuttgart im Supercup (27:26) und in Kiel in der Königsklassen-Gruppenphase (27:23) die Oberhand.

88. Landesderby

Es ist das 88. Mal, dass sich Kiel und Flensburg in diesem Dauerbrenner gegenüberstehen. „Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Kiel“, sagte SG-Kapitän Tobias Karlsson. Kiels Christian Dissinger entgegnet: „Wir wollen Zweiter werden, mindestens, egal wie.“ In der Derby-Wertung liegen die Zebras mit 53 Siegen weit vor der SG (30). In den letzten zehn Partien siegten beide jeweils fünfmal. Auf dem Papier berechtigen nur die Plätze eins und zwei zur Teilnahme an der Champions League in der kommenden Saison. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass der Drittplatzierte der Bundesliga stets per Wild Card des europäischen Verbandes EHF eine Startberechtigung erhält.

Das sagt THW-Coach Alfred Gislason

Der Isländer beschreibt eine „niedergeschlagene Mannschaft“ nach der Magdeburg-Pleite. Jetzt sei es „unglaublich wichtig für den Verein, Platz zwei zu sichern und wieder Champions League zu spielen“. Gislason erwartet ein „umkämpftes Spiel“, will die Abwehr weiter stabilisieren. Das könnte für den Norweger Erlend Mamelund eine Rückkehr in die Defensive bedeuten, auch wenn Patrick Wiencek (Gislason: „Es war nicht sein Tag in Magdeburg“) und Ilija Brozovic momentan gesetzt scheinen. Angst, die Spieler könnten den Fokus nur noch auf das Final Four in Köln lenken, hat Gislason keine: „Jeder weiß: Die nächsten Spiele sind erst einmal die wichtigsten.“

Das sagt SG-Coach Ljubomir Vranjes

Druck verspüre der SG-Trainer vor dem Derby keinen: „Ein Sieg in Kiel wäre ein Bonus, damit könnten wir eher den Druck auf die Löwen an der Spitze erhöhen“, sagt er am Freitag. Seine Mannschaft spiele momentan einen „sehr guten Handball; den besten, seit ich hier Trainer bin (2010, d. Red.).“ Darum ist Vranjes zugleich enttäuscht über das Aus in der Champions League und die Final-Niederlage im Pokal und zufrieden. Der 42-Jährige bedient sich eines Bildes: „Manchmal spielen wir ,Pfosten, rein’, aber diese Saison war es eher ,Pfosten,raus.“ Soll heißen: Manchmal hat man Glück, manchmal springt der Ball aber vom Pfosten nicht ins Tor. „Titel sind wichtig für den Verein“, sagt Ljubomir Vranjes. Noch hat seine Mannschaft Chancen auf den Titel. Der Weg dorthin führt – wenn überhaupt – nur über Kiel.

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