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THW Kiel Viele Füchse und ein alter Hase
Sport THW Kiel Viele Füchse und ein alter Hase
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07:00 11.05.2017
Von Tamo Schwarz
Routinier an der Seitenlinie und kein bisschen müde: Seit Dezember führt Velimir Petkovic das Regiment bei den Füchsen Berlin (hinten von rechts: Sportkoordinator Volker Zerbe, Paul Drux, Drasko Nenadic, Jakov Gojun). Quelle: Tilo Wiedensohler
Berlin

Frank Steffel nimmt seit Dienstag kein Blatt mehr vor den Mund. Da wurde der 51-jährige Bundestagsabgeordnete (CDU) für zwei weitere Jahre als Präsident des Handball-Bundesligisten Füchse Berlin wiedergewählt und sagte anschließend: „Die Schlagdistanz zu den großen Drei aus Kiel, Flensburg und Mannheim ist geringer geworden und wir wollen angreifen. Nach den letzten Jahren, in denen wir den deutschen Pokal, den Europapokal und zweimal den Weltpokal gewonnen haben, wollen wir in den kommenden Jahren deutscher Meister werden.“ Ähnliche Worte hatte Velimir Petkovic im Dezember bei seiner Antrittsrede in der Hauptstadt gewählt und für viel Aufsehen gesorgt. Am Dienstag sagte der 60-Jährige gegenüber unserer Zeitung: „Eine Champions League ohne den THW Kiel ist für mich nicht vorstellbar. Wir haben jetzt die Chance auf eine Sensation.“

Was wie ein Widerspruch klingt, ist Bundesliga-Realität. Nicht nur für Petkovic gehören die Kieler Zebras längst zum Inventar der Königsklasse. Doch auf Platz drei, der für eine „Wild Card“ durch den europäischen Handballverband EHF berechtigen würde, spürt der THW (45:11 Punkte) die Berliner (44:12) vor dem Spitzenspiel am Sonntag (15 Uhr, Sparkassen-Arena) im Nacken. „Kiel hat Druck“, sagt Petkovic, den Füchse-Manager Bob Hanning nach der Demission von Erlingur Richardsson Mitte Dezember völlig überraschend als Nachfolger präsentierte und mit einem Vertrag bis Sommer 2018 ausstattete.

Als der Trainerfuchs im Dezember übernahm, waren die Füchse Bundesliga-Vierter und sind es noch immer. „Die Mannschaft ist fleißig, die Arbeit macht mir eine große Freude. Aber in dieser Stadt musst du dir große Ziele stecken. Und das sind Titel.“ Vor dem Duell mit Kiel gibt sich der 60-Jährige aufgeräumt. Schön sei es gewesen, nach der Nationalmannschaftspause alle Spieler ohne Blessuren wieder im Training begrüßen zu dürfen. Auch der schwedische Rechtsaußen Mattias Zachrisson (Mandel-OP) ist wieder an Bord, so dass weiterhin nur Drago Vukovic (Saison-Aus nach Schulter-OP) ausfallen wird.

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