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THW Kiel Zebras im Clásico in Barcelona
Sport THW Kiel Zebras im Clásico in Barcelona
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21:30 28.04.2017
Von Tamo Schwarz
Mann gegen Mann: Im Hinspiel schenkten sich THW-Ass Steffen Weinhold (links) und Filip Jicha nichts. Der Einsatz des Kieler Linkshänders am Sonnabend ist fraglich. Quelle: Otto Kasch
Barcelona

Barcelona ist Favorit. Doch je länger wir das Spiel in der zweiten Halbzeit ausgeglichen gestalten, desto größer wird der Druck für den FC“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason.

Die Sonne scheint am Freitag in Katalonien, die Zebras genießen vor dem Abschlusstraining um 17.30 Uhr im Hotel Hilton Diagonal Mar den Blick auf die Hafenfront. Apropos Front: Kontakt zum Kontrahenten hat es noch nicht gegeben, das Technical Meeting ist erst für den frühen Sonnabend anberaumt, und das ist auch gut so. Die Medien sind weiterhin voll von wüsten Theorien, die besonders Barca-Trainer Xavi Pascual seit dem Hinspiel (28:26 für den THW) aufstellt. Sein neuester Einfall: Nach dem Ausscheiden der SG Flensburg-Handewitt hätten „höhere Mächte“ ein Interesse an einem Weiterkommen des THW Kiel. Pascual: „Es soll bestimmt eine deutsche Mannschaft auf dem Poster für das Final Four in Köln stehen.“

Einsatz von Steffen Weinhold fraglich

Darüber kann THW-Geschäftsführer Thorsten Storm („Peinlich“) nur den Kopf schütteln, Alfred Gislason („Das Jammern hört nicht auf“) nur lachen. In der Zebraherde kümmert man sich lieber um sich selbst. Steffen Weinhold liegt am Freitag mit Fieber im Bett, zum Glück ist Mannschaftsarzt Dr. Detlev Brandecker als „Pflegekraft“ vor Ort. Einsatz fraglich. Der Rest kuriert seine Blessuren, während die Vorfreude auf den Gong zur letzten Runde dieses ewigen Gipfeltreffens ins Unermessliche steigt. „Sie werden voll draufgehen. Und sie haben vor einem Jahr im Rückspiel nichts anderes gemacht. Da war es für sie anscheinend selbstverständlich“, so Gislason.

Der THW könnte sich sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied – bei mehr als 26 eigenen Treffern sogar mit zwei Toren Unterschied – leisten. Steht es nach 60 Minuten 28:26 für Barcelona, wird die Entscheidung direkt und ohne Verlängerung im Siebenmeterwerfen fallen.

Alles nur Taktik? Der Disput über die vermeintlich übertriebene Härte im Viertelfinal-Hinspiel der Handball-Champions-League zwischen dem THW Kiel und dem FC Barcelona hat eine neue Stufe erreicht. In spanischen Medien greift der Klub tief in die martialische Verbalkiste.

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