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THW Kiel Querelen um Zeitz
Sport THW Kiel Querelen um Zeitz
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12:20 19.02.2018
Von Tamo Schwarz
Steht in Kiel vor dem endgültigen Aus: Linkshänder Christian Zeitz (Mitte). Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Man habe, sagte Szilagyi nach der 25:26-Niederlage gegen Wetzlar weiter, "daraus die sportliche Konsequenz gezogen, ihn nicht zu berücksichtigen". Die Maßnahme des Vereins bezieht sich nur auf den Spielbetrieb. Der 37-jährige Ex-Nationalspieler nehme laut Vereinsangaben am Trainingsbetrieb und auch sonst an allen Terminen mit der Mannschaft teil.

Nach Informationen von KN-online haben unterschiedliche Ansichten über Detailfragen bezüglich der Laufzeit des aktuell bis zum Sommer dieses Jahres laufenden Vertrages des Rückraumspielers zu den unüberbrückbaren Differenzen zwischen Zeitz und dem Klub geführt. Bereits im Dezember hatte THW-Trainer Alfred Gislason im Interview mit unserer Zeitung angekündigt, dass der Vertrag nicht verlängert werde.

Am Freitagabend meldete sich der THW in einer schriftlichen Stellungnahme zu Wort: "Der THW Kiel hat mit Christian Zeitz im Sommer 2016 eine schriftliche Vereinbarung über den Abschluss eines bis zum 30.06.2018 befristeten Spielervertrages geschlossen. Dieser zweijährigen Befristung entsprechend, haben der THW Kiel und Christian Zeitz gemeinsam das Spielrecht bis zum 30.06.2018 beantragt. Die Eingehung von befristeten Vertragsbeziehungen ist im Profisport üblich", heißt es darin.

"Der heute 37-jährige Christian Zeitz zweifelt die Wirksamkeit der Befristung seines Vertragsverhältnisses juristisch an und verlangt die unbefristete Weiterverpflichtung über den 30.06.2018 hinaus. Er hat angekündigt, deshalb Klage gegen den THW Kiel zu erheben. Der THW Kiel bedauert diese Entwicklung, zumal Christian Zeitz die vorzeitige Rückkehr zum THW Kiel aus einem ebenfalls streitig gewordenen Vertragsverhältnis ermöglicht wurde."

Zwischen 2003 und 2014 war "Zeitzi" an der Förde zum THW-Publikumsliebling avanciert, hatte den Verein anschließend in Richtung Telekom Veszprém nach Ungarn verlassen. Nachdem der 166-malige Nationalspieler und Weltmeister von 2007 am Plattensee mit Vertragsstreitigkeiten und ausbleibenden Gehaltszahlungen zu kämpfen gehabt hatte, hatte der THW 2016 die Tür für eine Rückkehr zu den Zebras geöffnet.

"Einen von unseren Leuten lassen wir nicht hängen" , sagte Alfred Gislason im Sommer 2016. Seither hat Zeitz in 80 Pflichtspielen - oftmals nur Kurzeinsätze in der Abwehr - insgesamt 92 Tore für den THW erzielt. Zu Beginn der Saison 2016/2017 hatte sich der THW Kiel von Linkshänder Dener Jaanimaa getrennt und im rechten Rückraum auf Steffen Weinhold, Marko Vujin und Zeitz gesetzt. Jetzt steht die zweite Ehe zwischen dem eigenwilligen Spieler mit der Nummer 20 und dem Rekordmeister vor einer unrühmlichen Scheidung.

Die Serie des Handball-Rekordmeisters THW Kiel ist nach neun Siegen in Folge gerissen. Schwache Zebras unterlagen am Donnerstagabend der HSG Wetzlar in der ausverkauften Sparkassen-Arena mit 25:26 (9:12) und verpassten die Chance, weiteren Boden in der Bundesliga gutzumachen.

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