Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
THW Kiel Einspielen vor der Länderspiel-Pause
Sport THW Kiel Einspielen vor der Länderspiel-Pause
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 21.10.2018
Von Merle Schaack
Beim VfL Gummersbach erlebte Patrick Wiencek seinen Durchbruch als Handballer. Von dort wechselte er 2012 zum THW Kiel, mit dem er nun wieder Meister werden will. Quelle: imago / Claus Bergmann
Kiel

"Es läuft gut", sagt THW-Trainer Alfred Gislason, der sich in den beiden wichtigen Partien vor allem über eine konzentrierte Leistung seiner Mannschaft von Anfang bis Ende freuen konnte. Dazu kamen eine starke 6:0-Abwehr, eine gute Quote im Angriff sowie mit Miha Zarabec ein besonnener Lenker des Spiels. "Miha war zu Beginn der Saison nicht so gut, wenn er angefangen hat. Deshalb hat zunächst Dule (Domagoj Duvnjak, d. Red.) mehr auf der Mitte gespielt", erklärt Gislason. "Aber jetzt macht er das richtig gut."

Schlechte Erinnerungen an das Vorjahr

Doch Gislason wäre nicht Gislason, würde er nicht gleichzeitig mahnend den Finger heben. "Letzte Saison kamen wir zu einem ähnlichen Zeitpunkt der Saison auch nach einigen Siegen in Folge nach Gummersbach und haben dort dann katastrophal gespielt", erinnert er sich und meint die 27:31-Niederlage vom 23. November. Danach mussten die Zebras schon am 14. Spieltag die Meisterschaft abschreiben.

Neue Vorzeichen

Doch nicht nur beim THW hat sich seither einiges geändert, auch beim VfL sieht vor allem die personelle Situation inzwischen anders aus. Stanislav Zhukov, damals mit sieben Toren neben dem starken VfL-Torhüter Carsten Lichtlein einer der entscheidenden Faktoren, wird in Kiel nicht spielen. Schon seit einem Monat fehlt der Halblinke wegen eines gebrochenen Fingers. Bei der knappen 24:25-Niederlage im DHB-Pokal gegen Göppingen brach sich zudem noch Top-Torschütze Nezhad Pouya Norouzi die Nase. Weil im Handball anders als im Fußball keine Gesichtsmasken erlaubt sind, fällt auch der iranische Mittelmann in Kiel aus.

VfL spielt um den Klassenerhalt

"Mit diesen Voraussetzungen rechnen wir uns in Kiel nicht viel aus", sagt VfL-Trainer Denis Bahrijarevic, dessen Mannschaft nach dem 15. Rang in der Abschlusstabelle der Vorsaison derzeit auf Platz zwölf steht. Nach Auf und Abs zu Beginn stabilisierte sich das junge Team, das fünf Spieler der Jahrgänge 1998 und jünger zählt, bot den Rhein-Neckar Löwen 40 Minuten lang die Stirn und bezwang Leipzig. "Wenn man die letzten vier Spiele betrachtet, sieht man, dass die Entwicklung deutlich in die richtige Richtung geht", sagt Bahrijarevic. "Aber der THW ist und bleibt der sehr, sehr große Favorit."

Keine Zeit für Experimente

Gislason sieht trotz der starken Form seiner Mannschaft noch keine Zeit für Experimente in der Aufstellung. "Wir müssen uns unbedingt an unsere jetzige Form gewöhnen und weiter einspielen", sagt er. Das Spiel am Sonntag ist vorerst die letzte Gelegenheit dazu. Anschließend reisen die Nationalspieler für die EM-Qualifikation 2020 und Lehrgänge zu ihren Auswahlteams. In der Bundesliga geht es für den THW erst am 4. November in Minden weiter.

Zwei Jahre Abstiegskampf liegen hinter dem VfL Gummersbach. Nun ruhen die Hoffnungen auf einem alten Bekannten: Drago Vukovic, einer aus der letzten Glanzzeit des Traditionsklubs, kehrte vor Saisonbeginn zurück. Auch für den 35-Jährigen Kroaten ist es ein Neubeginn.

Merle Schaack 20.10.2018
THW Kiel DHB-Pokal-Viertelfinale - THW Kiel trifft auf MT Melsungen

Nächster Gegner der Handballer des THW Kiel im DHB-Pokal ist die MT Melsungen. Das ergab die Auslosung am Donnerstag. Das Spiel in Kiel wird Mitte Dezember stattfinden. Gewinnen die Zebras, stehen sie im Final Four, das am 6./7. April in Hamburg ausgetragen wird.

Merle Schaack 18.10.2018

Eine stärkere Abwehr, treffsicherere Schützen, der bessere Torhüter – die Handballer des THW Kiel waren dem SC DHfK Leipzig am Mittwoch in allen Belangen überlegen. Mit 31:23 (15:8) besiegten sie die personell geschwächten Sachsen und zogen ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein.

Merle Schaack 17.10.2018