Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
THW Kiel Andreas Wolff erwartet ein Geduldsspiel
Sport THW Kiel Andreas Wolff erwartet ein Geduldsspiel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 11.10.2018
Von Merle Schaack
Volle Konzentration auf Wetzlar: THW-Torhüter Andreas Wolff. Quelle: dpa
Anzeige
Kiel

„Ein bisschen habe ich die Spiele aus der letzten Saison schon noch im Hinterkopf“, gibt der Torhüter zu. „Vor allem, weil es mein ehemaliger Verein war – und ich eine miserable Quote hatte.“ Wolff hatte von 2013 bis 2016 das Tor der Wetzlarer gehütet.

Ein Verein und vor allem zwei Trainer, die den heute 27-Jährigen prägten. „Als ich in Großwallstadt gespielt habe, gab es für mich nur einen logischen nächsten Schritt“, erzählt er. „Ich wollte unbedingt nach Wetzlar, wollte Jasko (Jasmin Camdzic, d. Red.) als Torwarttrainer.“

Anzeige

Ruhe und Souveränität gelernt

Der ehemalige bosnische Nationalspieler formte Wolff gemeinsam mit Trainer Kai Wandschneider, bis er reif für die Nationalmannschaft und den Wechsel zum THW Kiel war. „Sie haben mir eine gewisse Ruhe und Souveränität implementiert. Unter ihnen habe ich mir den Mix aus Ruhe, Schnelligkeit und Stellungsspiel erarbeitet“, sagt Wolff.

Fähigkeiten, auf die er am Donnerstag gegen seinen Ex-Verein besonders angewiesen ist. Die Gäste machen kein Geheimnis daraus, dass sie die Verschleppungs-Taktik fahren, den THW mit langen Angriffen zermürben wollen.

Katastrophe für Torhüter

„Für einen Torhüter ist das eine Katastrophe“, sagt Wolff, der sich darauf einstellt, in minutenlangen Angriffen keine Sekunde unaufmerksam sein zu dürfen.

Unterschätzen wird der THW die Gäste nach den beiden letzten Niederlagen jedenfalls nicht. „Wir wissen, was passiert, wenn man gegen Wetzlar nicht seine Leistung bringt“, sagt Wolff, der deshalb nach eigener Aussage auch noch keinen Gedanken an das Duell mit den Rhein-Neckar Löwen verschwendet hat, das am Sonnabend ansteht.

Nur mit Sieg ein Spitzenspiel gegen die Löwen

„Das Spiel gegen Wetzlar ist zu wichtig. Uns ist allen klar, dass wir 100 Prozent geben müssen, damit das am Wochenende ein Spitzenspiel wird“, sagt er.

Die Löwen haben bisher nur gegen Leipzig einen Punkt abgegeben. Der THW rangiert mit vier Minuspunkten punktgleich mit dem Bergischen HC und den Füchsen Berlin auf Platz vier.

Tamo Schwarz 11.10.2018
Merle Schaack 10.10.2018
Merle Schaack 10.10.2018