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THW Kiel THW Kiel hat das Viertelfinale im Visier
Sport THW Kiel THW Kiel hat das Viertelfinale im Visier
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09:13 28.10.2015
Von Niklas Schomburg
THW-Trainer Alfred Gislason (re.) nimmt Alexander Williams (Mi.) als möglichen Dissinger-Ersatz mit nach Coburg. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Zwei Tage hatte der isländische Coach seinem Team frei gegeben. „Das hat uns sehr gut getan nach den vielen Spielen, die wir zuvor hatten“, sagt Gislason. René Toft Hansen, der sich gegen Celje eine Platzwunde zuzog, sowie Domagoj Duvnjak, den eine Rippenprellung quälte, trainierten normal und sind fit. Christian Dissinger hingegen fuhr am Dienstag zwar mit nach Franken, ein Einsatz ist wegen seiner schweren Rippenprellung aber fraglich. Daher besteht die Zebraherde aus 15 Mann, Alexander Williams steht als Ersatz bereit. Der in der Champions League noch nicht spielberechtigte Igor Anic rückt für Rogerio Ferreira in den Kader.

 Dort stand in der vergangenen Saison einmal auch Lukas Wucherpfennig. Der gebürtige Preetzer durchlief von 2008 bis 2014 die Jugendmannschaften des THW Kiel, im September 2014 kam er im Bundesligaspiel gegen die MT Melsungen zum Einsatz und erzielte zwei Tore. „Das war ein cooles Gefühl, in der Sparkassen-Arena im THW-Trikot aufzulaufen. Das Trikot habe ich auch immer noch“, erinnert sich der 20-Jährige an seinen großen Auftritt. Im Sommer wechselte er nach Coburg. „Ich wollte den nächsten Schritt machen, der Plan ist, irgendwann erste Liga zu spielen“, erklärt er. Dieses Ziel hat auch sein neuer Arbeitgeber, der HSC 2000. Arbeitgeber im doppelten Sinne: Das Ex-Zebra absolviert seit August ein Freiwilliges Soziales Jahr auf der Geschäftsstelle seines Klubs. „Ich fühle mich hier sehr wohl, auch wenn mir das Meer fehlt“, sagt er. „Die Mannschaft und das Umfeld sind super.“

 Für die als Aufstiegskandidat gehandelten Franken läuft es in der zweiten Bundesliga momentan nicht optimal. Zwei verkraftbare Niederlagen gegen die Top-Favoriten Minden und Erlangen, zwei Ausrutscher gegen Rostock und Friesenheim – Platz fünf nach elf Spielen. „Wir haben nach der Schlappe gegen Friesenheim lange zusammengesessen. In das Spiel gegen Kiel wollen wir das Gute mitnehmen und den Fans etwas bieten“, sagt Wucherpfennig. Für die Coburger ist es nach dem Test während der Saisonvorbereitung (THW siegte 35:25) das erste Pflichtspiel gegen den Rekordmeister überhaupt. „Wir freuen uns sehr darauf, das ist ein Highlight“, sagt der Youngster, ist sich der Aufgabe aber bewusst. „Um so ein Spiel zu gewinnen, muss alles stimmen. Aber der Sieg gegen Wetzlar hat gezeigt, was in der Mannschaft steckt“, sagt er. In der ersten Pokalrunde besiegte Coburg den Bundesligisten mit 26:25.

 Der HSC hat sich im Sommer mit routinierten Akteuren verstärkt, verpflichtete aus Wetzlar den bosnischen Nationalspieler Adnan Harmandic und aus Eisenach Rückraumspieler Girts Lilienfelds. Letzterer wird dem HSC gegen Kiel jedoch wegen eines Daumenbruchs ebenso fehlen wie der schwedische Kreisläufer Markus Hagelin, der sich im Derby gegen Erlangen einen Meniskusriss im linken Knie zuzog. Auch der tschechische Nationalspieler Jiri Vitek ist wegen einer Schulterverletzung noch nicht in Top-Form. Dennoch ist Alfred Gislason von der Qualität des Gegners überzeugt: „Der HSC hat eine gute und erfahrene Mannschaft. Eine volle Halle und ein Pokalspiel sind außerdem immer etwas Besonderes.“ Im Test im August hielt Coburg lange mit, verlor erst in der Schlussphase den Anschluss. Um das Viertelfinale früh klar zu machen, will Gislason sein Team von Beginn an konzentriert sehen: „Es hängt allein von uns ab, wie sich das Spiel entwickelt.“

Hier können Sie das Spiel im Livestream verfolgen.

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