Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
THW Kiel THW gegen den Meister im Free-TV-Kracher
Sport THW Kiel THW gegen den Meister im Free-TV-Kracher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:48 24.03.2018
Von Niklas Schomburg
Foto: Nikola Bilyk
Nikola Bilyk setzt sich gegen Kim Ekdahl du Rietz (li.) durch. Quelle: Uwe Paesler
Anzeige
Kiel

Zwei Stunden bevor die Rhein-Neckar Löwen im Kieler Handball-Tempel Sparkassen-Arena auflaufen, bestreitet die zweite Mannschaft, normalerweise in der Dritten Liga Süd unterwegs, das Achtelfinal-Hinspiel der Königsklasse beim polnischen Meister Vive Kielce.

Roggisch: "Ein Riesenschaden für den Handball"

Es ist nach dem Kieler Heimrechttausch gegen Pick Szeged die nächste Eskalationsstufe im Streit zwischen Europäischer Handball-Föderation (EHF) und der Handball-Bundesliga (HBL). „Das ist ein Riesenschaden für den Handball und eine Katastrophe für uns“, sagte Oliver Roggisch, Sportlicher Leiter der Löwen, der „Welt“.

Die Entscheidung zeigt den Stellenwert der Bundesliga und der deutschen Meisterschaft, die die Löwen erneut nach Mannheim holen wollen. Mit einem Sieg in Kiel wäre das Ziel nah – umso mehr, da die SG Flensburg-Handewitt am Donnerstag in Magdeburg verlor.

Frend Oförs: "Die Löwen haben eine sehr, sehr starke Mannschaft"

„Wir haben uns mit dem Spiel gegen Szeged Selbstvertrauen für die Löwen geholt, aber das wird enorm schwer“, sagt THW-Linksaußen Emil Frend Öfors. „Sie haben eine sehr, sehr starke Mannschaft, durch die Rückkehr von Kim Ekdahl du Rietz noch mehr.“

Auch für THW-Trainer Alfred Gislason ist der neue, alte Löwe ein Faktor. „Er hat sich nahtlos eingefügt, ist nach der Pause frisch“, meint der Isländer. Die Art, wie der Schwede beim Comeback eingeschlagen hat, ist Wasser auf die Mühlen der Dauer-Appellierer für mehr Erholung und weniger Belastung im Handball.

Beim kranken Lukas Nilsson stehen die Einsatzchancen schlecht

Dem THW fehlen dagegen René Toft Hansen und Rune Dahmke (beide Schambeinentzündung), für einen Einsatz von Lukas Nilsson (Grippe) stehen die Chancen eher schlecht. Umso mehr lechzen die Zebras nach einer erneut so frenetischen Unterstützung, wie sie das Kieler Publikum gegen Szeged entfachte. „Die Stimmung ist wichtig. Wenn man mal etwas müde ist, pusht das nochmal nach vorne. Und es macht großen Spaß, vor so einem Publikum zu spielen“, sagt Frend Öfors.

Tamo Schwarz 23.03.2018
Tamo Schwarz 22.03.2018