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THW Kiel Handball-"Leuchttürme" in der Heimat
Sport THW Kiel Handball-"Leuchttürme" in der Heimat
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21:51 30.07.2019
Von Merle Schaack
Spaß an der Arbeit: Nikola Bilyk hat Ole Rahmel niedergerungen. Noch mehr würde der Österreicher sich freuen, wenn in den nächsten Trainingslager-Tagen auch mal Zeit für eine Stadtbesichtigung in Graz wäre. Quelle: Uwe Paesler
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Graz

Für den THW Kiel ist es ein Trainingslager, die „wichtigste Woche der Saison“ (Geschäftsführer Viktor Szilagyi), für die Steiermark rund um ihre Hauptstadt Graz eine einmalige Gelegenheit. Nikola Bilyk und Viktor Szilagyi waren gefragte Gesprächspartner, als der Steirische Handballverband und die Stadt Graz am Dienstag zur Pressekonferenz luden.

Während Szilagyi als mehrfacher Europapokalsieger und langjähriger Kapitän der österreichischen Nationalmannschaft in der heimischen Handballwelt sowieso eine lebende Legende ist, liegen auf dem 22-jährigen Bilyk die Zukunftshoffnungen seines Landes.

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Idole zum Nacheifern

Die Wichtigkeit der beiden Kieler für den österreichischen Handball umreißt Frank Dicker, Präsident des steirischen Handballverbandes, so: „In der Wirtschaft gibt es auch Leuchttürme. Und das sind die beiden auch. Zu ihnen arbeitet man hin“, sagt er, der nach eigener Aussage seit seinem ersten Besuch im Kieler Handball-Tempel 2007 auf ein Projekt mit dem THW in seiner Heimat hin gearbeitet hat. „Einem Menschen wie Viktor kann man nacheifern. Was er alles erreicht hat – als Spieler und Manager. „Wir haben viele junge Spieler. Die brauche solche Vorbilder. Ihn und Nikola kennt in der Handball-Community jeder.“

Ein Wiener mit Heimatgefühlen in Graz

Auch wenn Bilyk in Wien aufgewachsen ist, beim Handballclub Fivers Margareten zum Profi wurde und dort bis zu seinem Wechsel nach Kiel vier Jahre lang mit seinem Vater, Torhüter Serhij Bilyk, zusammenspielte, ist das Trainingslager in Graz für den Halblinken wie nach Hause kommen.

Graz ist ja nicht weit weg von Wien. Ich habe schon öfter hier gespielt und war auch so mal in der Stadt“, erzählt er, der hier auch ab und an auf der Straße erkannt wird. „Handball ist in Österreich zwar nicht so groß wie in Kiel, aber in Graz gibt es ja ein Handball-Team“, sagt er.

Vertraute Geschmäcker

Besonders freute er sich, als es am Dienstagmorgen unverhofft Sachertorte zum Frühstück gab. Ein Erlebnis, das ihn auf weitere vertraute Gerichte hoffen lässt. „Ich hoffe, auch noch Wiener Schnitzel und Sachertorte essen zu können“, sagt er.

Vor allem bietet der Besuch in Österreich ihm aber Gelegenheit, Familie und Freunde zu treffen. „Im Trainingslager-Alltag ist dazu zwar keine Zeit. Aber sie kommen zum Spiel. Danach können wir ein bisschen quatschen“, sagt er und meint das Testspiel, das der THW am Sonnabend im Sportpark gegen eine Steirische Auswahl austrägt.

Öffentliches Training am Freitag

Knapp 400 Kartenvorbestellungen aus ganz Österreich hat es nach Angaben Dickers bisher gegeben. Schon vorher bekommen die Handball-Fans aus der Region die Gelegenheit, die Zebras live zu sehen. Das Training am Freitagnachmittag im Sportpark ist öffentlich – zum ersten Mal überhaupt in einem THW-Trainingslager.

Bis dahin hofft Nikola Bilyk auf etwas mehr Freizeit als bisher. „Die Innenstadt in Graz ist sehr schön. Aber bisher habe ich es nur einmal mit Lukas (Nilsson, d. Red.) geschafft, kurz zum Rathaus zu gehen.“

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