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THW Kiel Zebras mit Bus und Bahn zum Angstgegner
Sport THW Kiel

THW Kiel in Wetzlar: Zebras mit Bus und Bahn zum Angstgegner

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17:15 17.12.2021
Von Tamo Schwarz
Magnus Landin (re.) und Patrick Wiencek (li.) kassierten nach dem Pokal-Krimi in Hannover ein Sonderlob ihres Trainers.
Magnus Landin (re.) und Patrick Wiencek (li.) kassierten nach dem Pokal-Krimi in Hannover ein Sonderlob ihres Trainers. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel/Wetzlar

Geimpft, getestet und geschlaucht – unter speziellen 3G-Bedingungen und im Verkehrsmittel-Mix macht sich der THW Kiel am Sonnabend auf den Weg Richtung Wetzlar. Am Sonntag (16 Uhr, Liveticker auf KN-online) tritt der Rekordmeister dort bei der HSG in der – unter 2G plus-Restriktionen – ausverkauften Rittal Arena an.

In Wetzlar bestreiten die Zebras ihr 29. Saison-Pflichtspiel

„Zum Ende des Jahres merken wir, was wir schon abgespult haben“, sagte THW-Linksaußen Rune Dahmke nach dem Pokal-Krimi bei der TSV Hannover-Burgdorf (30:28 n.V.). „Aber wir kennen das nur so.“ In Wetzlar bestreiten Dahmke und Co. ihr 29. Saison-Pflichtspiel, Nummer 30 und 31 folgen in der Folgewoche. Für Dahmke lieferte der Pokal-Thriller da eine wichtige Erkenntnis: „So ein Sieg nach Verlängerung pusht uns mental. Wir haben gesehen: Wenn es knapp wird, sind wir mental voll da.“

Drei Spiele noch bis zur kleinen „Winterpause“. Die letzte Auswärtsreise beginnt am Sonnabend mit einer Bahnfahrt nach Kassel, wo der THW-Tross in den Mannschaftsbus umsteigt, in Gießen eine Übernachtung einschiebt und dann am Sonntag das letzte Stück in die an Lahn und Dill gelegene Hochschulstadt zurücklegt. „Der Trainer wollte das so“, sagt THW-Cheftrainer Filip Jicha und lacht. Man habe eine „unfassbare Busfahrt“ und typischerweise verstopfte A7 vermeiden wollen, steige darum auf dem Hinweg auf die Schiene um.

Es wird also vor einer Partie beim Kieler Angstgegner (fünf Niederlagen in den letzten elf Duellen) nichts dem Zufall überlassen. „Nein, wir dürfen sie keinen Zentimeter unterschätzen, fahren aber auch mit Selbstbewusstsein und breiter Brust nach Wetzlar“, so Jicha weiter. Trotz des durchwachsenen Pokalauftritts mit Last-Minute-Sieg hatte der Tscheche schließlich auch viel Lob zu verteilen. Für die Abwehr-Kolosse Patrick Wiencek („Er muss so viel abarbeiten“) und Hendrik Pekeler („Er haut sich rein“), für Domagoj Duvnjak oder Linksaußen Magnus Landin und seine „gute Abwehrarbeit“.

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In der Vorsaison erlebte der THW in Wetzlar einen katastrophalen Fehlstart und eine krachende 22:31-Niederlage. Damals war die rund 4500 Zuschauer fassende Rittal Arena mit 800 Zuschauern unter Corona-Bedingungen ausverkauft. Jetzt gingen gemäß hessischer Corona-Schutzverordnung wieder alle Tickets – 1250 insgesamt – über den Ladentisch. Fraglich ist indes noch, ob HSG-Trainer Benjamin Matschke dabei sein wird. Der trotz Booster-Impfung mit dem Coronavirus infizierte 39-Jährige befindet sich noch immer in häuslicher Isolation. Letzte PCR-Tests am Wochenende müssen Aufschluss darüber geben, ob Matschke seiner Mannschaft am Sonntag von der Seitenlinie aus helfen darf.

Tamo Schwarz 17.12.2021
Merle Schaack 16.12.2021
Tamo Schwarz 15.12.2021