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THW Kiel THW unterschätzt die Eulen nicht
Sport THW Kiel THW unterschätzt die Eulen nicht
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07:31 14.04.2018
Von Niklas Schomburg
Der THW Kiel will auch in Ludwigshafen wieder so jubeln wie hier Christian Dissinger gegen Pick Szeged. Der Kieler Rückraumspieler wurde in Ludwigshafen geboren, stieg mit der TSG Friesenheim 2010 in die Bundesliga auf. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Und die Kieler wissen daher genau, dass die Pflichtaufgabe beim Tabellenletzten so ihre Tücken haben könnte. „Die Eulen sind im Laufe der Saison deutlich stärker geworden“, sagt THW-Trainer Alfred Gislason. „Sie spielen eine sehr gute Abwehr in 6:0 und 5:1 und haben mit Azat Valiullin nochmal deutlich Qualität dazugewonnen.“ Der 2,07 Meter große Russe kam im Winter aus Lemgo, erzielte in zehn Spielen für die Eulen 41 Tore, verleiht der Defensive größere Stabilität.

Eulen schlagen sich selbst

„Wir haben uns immer wieder ein wenig selbst geschlagen“, sagt Alexander Feld mit Blick auf zum Beispiel das Auwärtsspiel in Minden. Der Eulen-Regisseur, der von 2014 bis zur Insolvenz 2016 beim HSV Hamburg unter Vertrag stand, ist trotz seiner erst 24 Jahre einer der erfahrenen Akteure im jungen Ludwigshafener Team, das im gesamten Saisonverlauf von Verletzungen geplagt wird. Gegen den THW fehlen den Eulen fünf arrivierte Kräfte, darunter mit Kevin Klier und Roko Peribonio beide etatmäßigen Torhüter.

„Wir sind das Verletzungspech ja leider schon gewohnt“, sagt Feld. „Wir müssen das nehmen, wie es kommt. Das Positive an unserer Mannschaft ist, dass wir das auch so tun. Ob wir nun Letzter sind oder mit Ausfällen kämpfen – wir geben immer 110 Prozent.“ Auch THW-Coach Gislason will sich von der dünnen Personaldecke der Pfälzer nicht verleiten lassen. „Das darf für uns keine Rolle spielen“, sagt der Isländer, dem bis auf die bereits länger fehlenden René Toft Hansen und Rune Dahmke alle Zebras zur Verfügung stehen. „Kleine Wehwehchen sind ja immer da. Aber insgesamt sieht es sehr gut aus.“

Eine ganze Woche Training

Alle 15 fitten Zebras absolvierten eine komplette Trainingswoche, nachdem die sechs im Einsatz gewesenen Nationalspieler wieder nach Kiel zurückgekehrt waren. „Das ist natürlich gut, dass wir mal normal trainieren konnten“, sagt Gislason, dem im sonst üblichen Trott aus Abschlusstraining, Spiel, Auslaufen, Abschlusstraining wenig Zeit für konstruktive Übungsarbeit bleibt. Gute Voraussetzungen also für das Gastspiel in der mit gut 2250 Zuschauern ausverkauften Ludwig-Ebert-Halle. „Wir müssen an dem dranbleiben, was wir vor der Nationalmannschaftspause gezeigt haben“, fordert Gislason.

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