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THW Kiel Kiel marschiert weiter durch Bundesliga
Sport THW Kiel Kiel marschiert weiter durch Bundesliga
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22:07 07.02.2019
Von Tamo Schwarz
Steffen Weinhold und Patrick Wiencek werden von Spielern von Frisch Auf! Göppingen bearbeitet. Quelle: Marco Wolf
Göppingen

Seriensieg Nummer 20 ist unter Dach und Fach. Handball-Rekordmeister THW Kiel hat sich gestern Abend in der Bundesliga mit 29:25 (17:12) bei Frisch Auf Göppingen durchgesetzt und musste dabei zehn Minuten vor dem Ende noch um die Punkte bangen. Der 16. Erfolg in der Liga in Folge sorgt weiterhin für viel Druck auf dem Kessel bei der Verfolgung von Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt.

Frisch Auf ohne Zelenovic und Heymann

Nebel verhüllt den Hohenstaufen, trübe Aussichten auch für Frisch Auf. Göppingens Coach Hartmut Mayerhoffer muss im Rückraum sowohl auf den Serben Nemanja Zelenovic (Knie) als auch auf den deutschen Shootingstar und Jung-Nationalspieler Sebastian Heymann (Ellenbogen) verzichten, geht nur mit 13 Spielern ins Rennen. Kontrastprogramm bei den Gästen aus Kiel – vor dem Anpfiff vermeldet THW-Coach Alfred Gislason: Alle Mann an Bord! 

Der THW lebt von der unglaublichen individuellen Klasse Nilssons (5 Tore bis zur Pause), von den Paraden von Andreas Wolff. Der hält einen Siebenmeter von Marco Rentschler (17.) gleich ganz fest, lässt sich (zurecht) feiern. Und wären da nicht so viele Unkonzentriertheiten im Umschaltspiel – der Vorsprung nach 30 Minuten fiele wesentlich höher aus als es die Anzeigetafel beim 17:12 anzeigt.

Göppingen kämpft sich ran

Im zweiten Abschnitt wirft Mayerhoffer alles in die Waagschale, bringt Primoz Prost im Tor und verhilft dem lange verletzten Rechtsaußen Tim Sørensen zu seinem Frisch-Auf-Debüt. Der Plan geht auf. Sehenswerter Kempa-Trick von Schiller und Schöngarth – 14:17 (33.). Jetzt kommt plötzlich der Gastgeber ins Tempospiel.

Also heißt es für Kiel: hinten verdichten (Duvnjak!), vorne Wildwest. Mit Nilsson, dem am Ende neun tolle Tore gelingen (15:19/36.), mit Silber-Boy Harald Reinkind, der einstecken muss wie kein anderer an diesem Tag (16:22/40.). „Göppingen gibt nie auf, und plötzlich wird es dann eng“, so der Norweger. 

Denn sechs Tore Vorsprung reichen noch immer nicht. Weiter Wildwest, weiter Chaos. Prost pariert drei ganz dicke Dinger in Folge: gegen Reinkind (47.), gegen Nilsson (48.), gegen Zarabec (49.). Göppingen drückt aufs Tempo und ist beim 23:24 (50.) wieder ganz nah dran. Jetzt soll Steffen Weinhold das Chaos bändigen. Wieder so eine famose Einzelleistung von Lukas Nilsson (23:25/51.), Siebenmeter Niclas Ekberg (23:26/53.), Ekberg am Kreis (23:27/54.) – doch entschieden!

Der THW ist am Sonntag im EHF-Cup gefordert

Die Zebras bleiben damit Titelverteidiger und Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt auf den Fersen. Die Flensburger setzten sich am Donnerstag 30:23 (13:12) bei der HSG Wetzlar durch. Für sie war es saisonübergreifend der 28. Sieg Folge. Am Sonntag (19.30 Uhr) ist Kiel im internationalen Wettbewerb gefordert. Der THW tritt zum Auftakt der Gruppenphase im EHF-Pokal beim spanischen Vertreter BM Granollers an.

Hier können Sie den Liveticker zum Spiel Frisch Auf! Göppingen und THW Kiel noch einmal nachlesen.

Mehr zum THW Kiel lesen Sie hier.

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