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THW Kiel "Hoffentlich zum letzten Mal passiert"
Sport THW Kiel "Hoffentlich zum letzten Mal passiert"
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22:39 15.09.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Die Szene, die Kielce den Punktbeginn ermöglichte: THW-Regisseur Miha Zarabec scheitert an der Schulter von Andreas Wolff. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Der Sieg bei der Rückkehr des THW Kiel in die Champions League schien für die Zebras schon zum Greifen nah. Da leisteten die Zebras sich für einige Sekunden ein Blackout und Gegner Kielce schockte die Fans in der Sparkassen-Arena mit zwei Toren binnen wenigen Sekunden. Während die Polen um Ex-Zebra Andreas Wolff das Ergebnis bejubelten, fühlte das 30:30 sich für die Kieler wie eine Niederlage an. Die Stimmen zum Spiel:

Patrick Wiencek, THW-Kapitän: Ich habe am Ende schon gedacht, wir sind fast durch. Aber das ist der Sport. Da kann immer alles passieren. Wir werden eine Menge daraus mitnehmen. Das tat heute weh, vor allem, weil die Fans uns super unterstützt haben. So etwas ist uns heute hoffentlich zum letzten Mal passiert. Das Gute ist: Man hat immer ein Rückspiel. Und da holen wir uns hoffentlich beide Punkte.

THW-Linksaußen Rune Dahmke: Das darf nicht passieren. Es fühlt sich wie eine Niederlage an. Zu seiner Roten Karte im Gegenstoß-Laufduell mit Kielces Alex Dujshebaev: Ich hatte keine Intention, ihn zu foulen. Aber er sieht mich nicht, es sieht blöd aus, das kann ich verstehen.

THW-Kreisläufer Hendrik Pekeler: Das Ergebnis ist sehr enttäuschend. Filip (Jicha, d. Red.) hat in der Auszeit gesagt, wir sollen uns den Wurf nehmen, wenn wir die Chance bekommen. Wir müssen dann hinten die Mitte dicht machen, damit er (Dujshebaev, d. Red.) nicht zwischen 4 und 5 durchkommt. Wir tun uns zu oft selbst zu sehr weh. Zu den vielen Nickligkeiten im Spiel: Wir sind alle keine Fans von Schauspieleinlagen, wollen ehrlichen Handball spielen. Aber wenn die Schiedsrichter so pfeifen wie heute, müssen wir auch damit anfangen.

Filip Jicha, THW-Trainer: Es war ein starkes Spiel zum Auftakt der Champions League, aber es fühlt sich an wie ein Punktverlust. Wir erarbeiten uns in den letzten Minuten gut einen Zwei-Tore-Vorsprung. Wir müssen lernen, den in den letzten 30 Sekunden auch nach Hause zu bringen.

Dujshebaev: THW Kandidat für Köln

Talant Dujshebaev, Kielce-Trainer: Wir wollten vor dem Spiel unbedingt zwei Punkte holen. Aber jetzt ist ein Unentschieden ein gutes Ergebnis. Der THW Kiel ist ein Kandidat für das Final Four in Köln. Ich bin stolz, dass wir in 45 Sekunden zwei Tore aufgeholt haben.

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