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THW Kiel Vier Tage frei: „Fast wie Urlaub“
Sport THW Kiel Vier Tage frei: „Fast wie Urlaub“
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07:00 05.03.2016
Von Niklas Schomburg
Nein, Alfred Gislason erklärt Erlend Mamelund (2.v.li.) hier nicht den Weg nach Österreich: Taktische Anweisungen im Spiel gegen Zagreb. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Das Freitagstraining entfiel, weil der THW am Abend in Neustadt/Holstein bei der HSG Ostsee ein Freundschaftsspiel bestritt (siehe Meldung rechts oben). Sinnvoll, auch angesichts der intensiven Partie gegen Zagreb. Gegen die Kroaten mussten die Kieler hart arbeiten und einiges einstecken. „Man kann schon sagen, dass die Härte typisch für Zagreb ist“, sagt Linksaußen Rune Dahmke. „Sie kämpfen extrem, das muss man ihnen zu Gute halten – aber irgendwann überschreiten sie leider immer die Grenze.“ Das zeigte sich vor allem im Ellenbogencheck von Zagrebs Leon Susnja gegen Christian Sprenger, der gelinde gesagt nicht ganz unabsichtlich war. Sprenger gab am Freitag trotz leichter Schädelprellung Entwarnung: „Alles gut“, erklärte er. „Ihr Spiel ist zum Teil unfair, aber das ist Handball, es ist nun mal sehr körperlich“, zog Abwehrhüne Erlend Mamelund einen Strich unter die Partie. Zwei Punkte, Platz vier, Revanche für das Hinspiel. Und damit abgehakt.

Bis Mittwoch gab Coach Alfred Gislason den Spielern frei. „Das ist wichtig für den Körper und den Kopf“, sagte Mamelund. „Fast wie Urlaub“, befand Domagoj Duvnjak schmunzelnd. Die Spieler nutzen die kleine Verschnaufpause unterschiedlich. Während etwa Duvnjak noch keine Pläne geschmiedet hat, wird Mamelund nach Österreich fliegen, um dort seinen Nationalmannschaftskollegen Espen Lie Hansen zu besuchen, der in Bregenz spielt. „Wir sind gute Kumpel. Wenn wir mal frei haben, müssen wir was zusammen machen“, sagt der Norweger.

Völlig untätig bleiben die Kieler auch in der Pause nicht. „Wir werden alle individuell arbeiten, morgens laufen, ein bisschen Krafttraining. Aber richtig in die Belastung wird niemand gehen“, erklärt Dahmke. Er selbst ist am Mittwoch nicht dabei, wenn Gislason seine Spieler wieder zum Training bittet: Der 22-Jährige fährt zur Nationalmannschaft, die am 11. März in Leipzig und zwei Tage später in Berlin auf Katar trifft. „Es ist etwas merkwürdig, dass wir jetzt schon wieder einen Lehrgang haben. Aber es ist auch wichtig, dass wir nach der EM nicht sagen ,Super, wir haben gewonnen, jetzt sehen wir uns bei Olympia wieder’“, erklärt er.

Zwischen dem 14. und 20. März steigt das Hinspiel im Achtelfinale der Champions League, der Gegner – Szeged, Skopje oder die Rhein-Neckar Löwen – wird in den abschließenden Gruppenspielen am Wochenende bestimmt. Das Rückspiel folgt in der Woche darauf. Nach einer Bundesligapartie am Ostersonntag in Hannover kommen die Nationalteams erneut zusammen, dann zur Olympia-Qualifikation, in der unter anderem Norwegen, Dänemark und Kroatien in einem Turnier um das Ticket nach Rio kämpfen. Weil die DHB-Auswahl die Olympia-Teilnahme durch den EM-Titel sicher hat, absolviert sie zwei Testspiele.

Das Titelrennen in der Bundesliga ist laut Dahmke bei der Nationalmannschaft übrigens kein Thema. „Es scheint eine stille Übereinkunft zu geben, dass wir nicht darüber sprechen“, erklärt er. „Natürlich reden wir über die Liga im Allgemeinen, aber nicht so nach dem Motto, es wäre cool, wenn ihr da und da verlieren würdet.“ Überhaupt richtet sich der Blick der Zebras auf die eigene Leistung. „Wir denken nur daran, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen – egal, was die anderen machen“, sagt Mamelund.

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