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THW Kiel THW Kiel schrammt an Pleite vorbei
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23:55 27.08.2012
Von Wolf Paarmann
In Doha traf der THW Kiel auch auf seinen früheren Leitwolf Nikola Karabatic, der ins Trikot der Gastgeber von Al-Sadd schlüpfte.
In Doha traf der THW Kiel auch auf seinen früheren Leitwolf Nikola Karabatic, der ins Trikot der Gastgeber von Al-Sadd schlüpfte. Quelle: Klahn
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Doha

Die "Zebras", tags zuvor erst um Mitternacht in Doha angekommen, benötigten eine Halbzeit, um die Reisestrapatzen abzulegen, ihren Rhythmus zu finden. In der ersten Hälfte hatte der Super-Globe-Titelverteidiger aus Deutschland vor allem im Angriff enttäuscht. Nach 30 Minuten standen gerade einmal sieben Feldtore zu Buche, während Dohas Europa-Auswahl jeden Kieler Fehler gnadenlos ausnutzte. "Das war die schlechteste Halbzeit, die wir seit Jahren gespielt haben", sagte Trainer Alfred Gislason. "Es war offensichtlich, dass die Mannschaft müde war." Umso größer sei sein Stolz, dass ihr trotzdem noch der Sieg gelungen wäre.

Nach dem Sieben-Tore-Rückstand zur Pause kehrte der deutsche Meister wie verwandelt aus der Kabine zurück. Innerhalb von elf Minuten hatte Kiel beim 17:18 den Anschluss wieder hergestellt. Dank Vujins Toren und den Paraden von Torhüter Thierry Omeyer gelang zunächst der 24:24-Ausgleich, der dann entscheidend zur 28:24-Führung ausgebaut wurde.

Am Dienstag (16 Uhr, MEZ) ist nun die Uni-Mannschaft aus Sydney der nächste Gegner des Titelverteidigers, dem der Einzug ins Halbfinale dieser Vereins-WM am Arabischen Golf nur noch theoretisch zu nehmen ist. "Vielleicht sehen wir Al Sadd im Endspiel wieder", sagte Gislason. Oder besser: Montpellier. Denn in den Trikots des katarischen Clubs steckten sieben Spieler des französischen Meister Montpellier HB, die von den Scheichs kurzfristig für das Turnier verpflichtet worden waren. Unter ihnen die Olympiasieger und Ex-THW-Leitwolf Nikola Karabatic sowie William Accambray. Bester THW-Torschütze war der serbische Neuzugang Marko Vujin mit sieben Treffern, die er alle nach der Pause markierte. Dragan Gajic war mit ebenfalls sieben Toren bester Al-Sadd-Schütze.

IHF Super Globe in Doha/Katar in Zahlen: Gruppe A: Zamalek Gizeh/EGY — Metodista São Bernardo/BRA 33:24 (12:14), Atlético Madrid — Al-Jaish SC/QAT 28:23 (11:13); Gruppe B: Mudhar SC/KSA — Sydney University 32:27 (15:12), THW Kiel — Al-Sadd SC/QAT 29:26 (9:16).