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THW Kiel Das letzte Spiel aus dem Jicha-Deal
Sport THW Kiel Das letzte Spiel aus dem Jicha-Deal
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08:00 10.08.2019
Von Merle Schaack
2015 wechselte Filip Jicha (re.) als Spieler vom THW Kiel zum FC Barcelona. Im Sommer 2018 kehrte er als Co-Trainer von Alfred Gislason zu den Zebras zurück. Nun geht er in Kiel in seine erste Saison als Cheftrainer - mit Co Christian Sprenger (li.) an der Seite. Quelle: Uwe Paesler
Kiel/Köln

Ohne THW-Trainer Filip Jicha würde es das Spiel gegen die Katalanen nicht geben. Als er 2015 vom THW Kiel zum FC Barcelona Wechselte, vereinbarten die Klubs eine Ablöse von 750.000 Euro und die Vermarktung von drei Spielen des FC Barcelona in Deutschland.

Unter dem Titel „Helden des Handballs“ fanden bereits in den Vorjahren zwei der drei Partien statt – buntes Drumherum und Pre-Match inklusive. Auch vor der dritten Auflage (Sonntag, 15.45 Uhr, Lanxess-Arena), bei der der VfL Gummersbach und Aalborg Håndbold aus Dänemark ab 13.30 Uhr das Warm-Up-Spiel bestreiten, waren am Freitag bereits über 6000 verkauft.

Das letzte Spiel aus dem Jicha-Deal

Ironie des Schicksals: Inzwischen ist Jicha, der damals einen Vierjahresvertrag in Barcelona unterschrieb, längst wieder Kieler. Verletzungsprobleme beendeten die Karriere des Tschechen früher als er geplant hatte. „Ich habe nur die besten Erinnerungen an Barcelona, habe dort noch viele Freunde, obwohl ich nicht mehr meine Leistung zeigen konnte“, sagt er und sieht „das letzte Spiel aus meinem Deal“ als Werbung für seinen Sport. „Für den Handball ist es schön, dass die beiden erfolgreichsten Klubs der Welt aufeinander treffen.“

Gefühlsduselei ist nicht Jichas Ding, er ist nun voll fokussiert auf die Aufgabe, den THW fit für die Saison zu machen. Denn die Erwartungen sind hoch, auch bei der Konkurrenz. So schob Flensburgs zweifacher Meistertrainer Maik Machulla dem THW gerade erst in die erste Reihe des Meister-Tippspiels, als er sagte: „Favorit auf den Meistertitel ist der THW Kiel“. Und auch der ehemalige Rhein-Neckar-Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen ließ kürzlich verlauten: „Die Zebras sind wieder reif für den Titel.“

Jicha sieht Flensburg als Meister-Favoriten

Jicha selbst kontert: „Es wäre frech und überheblich, Flensburg nach zwei Meisterschaften in Folge nicht an erster Stelle zu nennen, wenn mich jemand nach meinem Meister-Tipp fragt.“ Aus den eigenen Ambitionen macht er dennoch kein Hehl. „Wir haben den Anspruch, die ganze Zeit ganz oben mitzuspielen und wollen jedes Spiel gewinnen. Aber wir schauen von Spiel zu Spiel und nur auf uns.“

Letzteres gilt auch für den Testspiel-Kracher gegen Barcelona. Speziell vorbereitet auf die Spanier, die sich in der Sommerpause mit dem kroatischen Top-Spielmacher Luka Cindric und dem Kreisläufer-Talent Abel Serdio verstärkten, haben sich die Zebras nicht.

Barcelona noch am Anfang der Vorbereitung

Die Mannschaft von Jichas Ex-Trainer Xavi Pascual („Einer der Menschen, die mich sehr geprägt haben“) steht noch am Anfang ihrer Vorbereitung, kehrte erst am Donnerstag aus dem fünftägigen Trainingslager in Andorra zurück. „Wir wollen natürlich gewinnen“, sagt Jicha. „Aber der wichtigste Aspekt für mich ist, dass wir unseren Matchplan verfolgen.“ Denn damit war der 37-Jährige in den bisherigen Testspielen noch nicht zufrieden. „Wir kommen in Phasen, in denen relativ viele Spieler Eigenverantwortung übernehmen. Das korrespondiert nicht immer mit unserem Plan“, sagt er.

Ein Plan steckt auch hinter den beiden Testspielen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen. „Das ist eine super Möglichkeit, Sonnabend und Sonntag zu spielen“, findet Jicha. „Immerhin werden zwei von den drei wichtigsten Wettbewerben im Handball in einem Final Four entschieden...“

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