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THW Kiel Pokalpflicht mit Erinnerungen
Sport THW Kiel Pokalpflicht mit Erinnerungen
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08:00 18.08.2018
Von Niklas Schomburg
Im Jahr 2012 noch Gegner in der Bundesliga: Die jetzigen Zebrakollegen Niclas Ekberg (re.) und Ole Rahmel im Trikot von TuSEM Essen. Quelle: imago/Thomas Zimmermann
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Kiel

Während der THW gegen den Gegner spielt, der es ihm vor drei Jahren im Finale des Erstrundenturniers beim 25:22-Sieg der Kieler schwer gemacht hat, ist vor der Kieler Haustür der TSV Altenholz Gastgeber für die TSV Hannover-Burgdorf – THW-Gegner am vergangenen Mittwoch.

"Wir waren selbst Schuld"

Um als haushoher Favorit den Achtelfinaleinzug klar zu machen, benötigt der THW im Vergleich zum Test gegen Hannover eine klare Leistungssteigerung. „Wir haben viele Fehler gemacht, falsche Entscheidungen getroffen, schlecht geworfen. Und waren selbst Schuld am Ergebnis“, sagte THW-Trainer Alfred Gislason über das enttäuschende 22:28. „Die Abwehr wird jetzt besser stehen, das ist wichtig. Patrick Wiencek ist wieder voll fit, und auch Hendrik Pekeler ist wieder dabei.“ Der THW-Rückkehrer hat seine gegen Barcelona erlittene Handverletzung auskuriert. Nikola Bilyk und Gisli Thorgeir Kristjánsson traten die Fahrt nach Göttingen dagegen wegen Schulterverletzungen nicht an.

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Vier Mal Essener Vergangenheit

Mit TuSEM Essen treffen die Zebras auf einen ambitionierten Zweitligisten mit dem jüngsten Trainer des deutschen Profihandballs – Ex-Fuchs Jaron Siewert ist 24 Jahre alt –, der sich unter anderem mit Tom Skroblien vom TBV Lemgo namhaft verstärkt hat. „Essen ist gefährlich, eins der besten Zweitligateams“, sagt Gislason, für den das Duell etwas speziell ist. „Auch wenn von früher keiner mehr da ist, ist Essen für mich besonders, es war bedeutend für meine Karriere“, sagt der Isländer, der mit TuSEM 1986 und 1987 deutscher Meister wurde. Auch der Kieler Sportliche Leiter Viktor Szilagyi (2001-2005), Rechtsaußen Ole Rahmel (2011-2013) und Kapitän Patrick Wiencek (2008 bis 2010) haben eine Essener Vergangenheit.

Bruderduell im Hause Firnhaber

Andersherum ist es bei Lucas Firnhaber: Der 21-Jährige verbrachte fünf Jahre beim THW, schloss sich im Sommer dem Zweitligisten an. „Lucas wird dort seine Rolle finden, der Wechsel war ein guter Schritt für seine Entwicklung“, sagt sein Ex-Coach Gislason. „Er wird viele Spielanteile haben, kann von Spielern wie Dennis Szczesny und Jonas Ellwanger lernen.“

Im Falle eines Kieler Sieges wartet im Finale (Sonntag, 16 Uhr) Northeim oder Dormagen. „Natürlich haben wir schon einen kleinen Blick auf Dormagen geworfen, das gehört zur Vorbereitung“, sagt Gislason. „Aber es wäre verheerend zu denken, dass wir automatisch ins Finale einziehen.“ Ein Schritt nach dem anderen auf dem Weg zu Sieg, Erfolg und Titeln – das ist die Kieler Marschroute. „Es ist schön, dass die Saison losgeht“, sagte Gislason.

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