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THW Kiel THW verliert 31:32 gegen Magdeburg
Sport THW Kiel THW verliert 31:32 gegen Magdeburg
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07:59 08.09.2019
Von Tamo Schwarz
THW-Trainer Filip Jicha ärgert sich über die knappe Niederlage seiner Mannschaft. Quelle: Ronny Hartmann/dpa
Magdeburg

Die Mannschaft von Trainer Bennet Wiegert eroberte sich am Sonnabend somit die Tabellenführung zurück. Zugleich bleibt der SCM Angstgegner vom THW. Immerhin siegten die Kieler zum letzten Mal in Magdeburg im Oktober 2016 beim 22:21 im Pokal-Achtelfinale. Bester SCM-Werfer war Michael Damgaard (6 Tore).

Ovationen für Alfred Gislason an seinem 60. Geburtstag

Vor dem Anpfiff gab es zunächst Ovationen für Alfred Gislason an seinem 60. Geburtstag. Der Meistertrainer, der mit beiden Klubs die Champions League gewonnen hat, weilt allerdings in seiner Heimat Island. Vor 6600 Zuschauern in der ausverkauften Getec Arena begann der SCM furios mit 4:1 (5.), setzte sich auf 10:6 (13.) ab. 

THW-Coach Filip Jicha reagierte, brachte den Ex-Magdeburger Dario Quenstedt im Tor, stellte die Deckung von einer 6:0- auf eine 3:2:1-Formation um. "Wir haben immer Ruhe bewahrt", lobte THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi seine Mannschaft. Nichtsdestotrotz entwickelte sich eine zwar nicht hochklassige Partie, aber ein atemberaubendes Tempo auf beiden Seiten mit allein bis zur Pause 37 Toren (18:19).

Kiel immer vorne - doch Magdeburg holt kurz vor Schluss auf

Der Pausenstand war zugleich die erste Kieler Führung. Die hielt (mit Remis-Unterbrechungen) bis zum 26:24 für die Zebras (46.), die dann innerhalb von nur 34 Sekunden den Kopf verloren, "dreimal den Ball abgeben, den SCM zu Tempogegenstößen einladen und brutal bestraft werden" (THW-Trainer Filip Jicha). Piotr Chrapkowski (26:26/48.) sowie Marko Bezjak (27:26/48.) und Matthias Musche (28:26./48.) per Tempogegenstoß ließen den THW konsterniert zurück, Zeljko Musa (29:26/50.) setzte sogar noch einen drauf.

Mit Niklas Landin keimte noch einmal Kieler Hoffnung

Jetzt skandierte die ganze Arena: "Hier regiert der SCM!" Noch einmal wechselte Jicha den Torwart. Und mit Niklas Landin, der den gut aufgelegten Quenstedt ablöste, keimte Kieler Hoffnung. Landin parierte zwei Siebenmeter gegen Daniel Pettersson (53.) und Tim Hornke (55.), ermöglicht das 30:29 (56.). Doch Lukas Nilsson scheiterte an SCM-Keeper Tobias Thulin, und mit Petterssons 32:29 (58.) war die Vorentscheidung gefallen. Ekberg verkürzte per Siebenmeter auf 31:32 (60.). In den letzten 30 Sekunden kam der THW nicht mehr in Ballbesitz. "Wir haben das Spiel für kurze Zeit aus der Hand gegeben", sagte Filip Jicha. "Aber wir haben bis zum Ende gekämpft und alles auf der Platte gelassen." SCM-Coach Bennet Wiegert sprach von einem "Mega-Handballspiel" und zeigte sich "stolz, denn für uns ist ein Sieg gegen den THW alles andere als normal".

Am Donnerstag (19 Uhr, Sparkassen-Arena) wartet das nächste Spitzenspiel auf den Rekordmeister. Dann empfängt der THW die SG Flensburg-Handewitt zum 101. Nordderby.

SC Magdeburg - THW Kiel 32:31 (18:19)

SC Magdeburg: Green (1.-26. Minute und bei einem 7m/3 Paraden), Thulin (ab 26./8) – Musa 2, Chrapkowski 1, Bransche n.e., Musche 5/1, Steinert, Pettersson 5/1, Hornke 5/2, Kuzmanovski n.e., Schmidt 1, Mertens n.e., Lagergren 4, O’Sullivan 1, Bezjak 2, Damgaard 6.

THW Kiel: N. Landin (1.-13. und ab 53. Minute/5 Paraden), Quenstedt (13.-53./9) – Duvnjak, Reinkind 2, M. Landin 3, Kristjánsson, Weinhold 2, Wiencek 3, Ekberg 1 1/5, Rahmel n.e., Dahmke, Zarabec 1, Horak, Bilyk 1, Pekeler 3, Nilsson 5.

Schiedsrichter: Immel/Klein (Tönisvorst/Ratingen) – Strafminuten: SCM 14 (Bezjak, 2x O’Sullivan, Hornke, 2x Chrapkowski, Musa), THW 8 (Duvnjak, Nilsson, Weinhold, Pekeler) – Siebenmeter: SCM 8/4 (Quenstedt pariert Hornke und Musche, N. Landin pariert Pettersson und Hornke), THW 5/5 – Spielfilm: 2:0, 4:1 (5.), 5:4, 10:6 (13.), 12:10, 15:11 (20.), 16:15, 17:17 (26.), 18:19 – 19:21, 21:23 (38.), 24:26 (46.), 29:26 (50.), 30:29, 32:29 (58.), 32:31 – Zuschauer: 6600 in der ausverkauften Getec Arena in Magdeburg.

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